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Shape Up – Test / Review

 

 
Zusammenfassung
 

Spielname:
 
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Gameplay
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Story
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Grafik
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Spielzeit
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Multiplayer
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Total
80%


 
Total Score
11%


User Rating
3 total ratings

 

Positives


hoher Spaßfaktor / abwechslungsreiche Übungen / leichter Einstieg / saubere Übertragung durch Kinect

Negatives


stark schwankender Schweregrad / kein Live-Onlinemodus / wird durch Season Pass & Personal Coach zu teuer


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Posted 27. November 2014 by

Fitness ist in aller Munde. Wearables und eine unüberschaubare Anzahl an Apps wollen unseren Körperstatus überwachen und versprechen uns im Gegenzug einen gesünderen Lebensstil. Mit Einführung der Bewegungssteuerung für Konsolen hat man es geschafft, den stereotypen Couchpotatoe weg vom Sofa und hin auf die Übungsmatte zu zerren. Shape Up von Ubisoft schlägt in eine ganz ähnliche Kerbe und animiert den Spieler zur fleißigen Körperaktivierung.

Es ist aber nur eine ähnliche Kerbe, obwohl Ubisoft mit Shape Up im Kern natürlich schon sehr darauf bedacht ist, dass man sich daheim ordentlich auspowert. Sportspiele und Übungsprogramme gibt es wie Sand am Meer und ihre Anzahl wächst täglich. Warum Shape Up hier ein wenig aus der Reihe tanzt, liegt einfach daran, wie uns das Spiel zum Homesport motivieren möchte. Das geschieht nämlich nicht auf die übliche Art und Weise, dass man eine Übung nach der nächsten abhakt und sein Tagesziel verfolgt, sondern viel mehr setzt Shape Up auf den Faktor Spaß.

Das merkt man schon beim Intro, wo nicht einfach ein gut gebauter Trainer oder eine superfitte Trainerin mit breitem Grinsen auf uns zustürmt. Wir alle wissen, dass Bewegung gut für den Körper ist, das können sich Instruktoren mit ihren wissenschaftlich fundierten Erhebungen nun wirklich sparen. Nein, Shape Up zeigt in jeder Sequenz eine gute Prise Humor und nimmt sich selbst nicht 100% ernst. Es gibt natürlich kein Feuerwerk an Gags, aber die Präsentation und das Verhalten der beiden Trainer (ein Mann und eine Frau) bieten eben ein erfrischend anderes Erscheinungsbild, das so gar nicht dröge und langweilig ist.

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Ich drück ’nen Elefanten hoch, und Du?

 

Was man machen möchte, überlässt das Spiel zum größten Teil dem Spieler. Man kann sich eine der zahlreichen Übungen rauspicken oder man lässt doch lieber Mister Zufall entscheiden. Außerdem kann der Fokus auf vordefinierte Körperregionen gelegt werden, so dass nur Übungen mit entsprechendem Kontext in den Workout einfließen. Für langzeitmotivierte Spielerinnen und Spieler bietet Shape Up auch ein Trainingsprogramm, dass sich über einen mehrwöchigen Zeitraum erstreckt. Perfekt also, für die kommenden Feststage und den damit verbundenen Schlemmereien, bei denen sich überflüssige Kalorien mit ausgiebigem Couchen nicht so gut vertragen.

Jede einzelne Übung ist in ein kleines Minispiel verpackt. Das Geschehen bekommt so einen arcadigen Look und erinnert ein wenig an die frühen Zeiten der EyeToy Spiele auf Playstation 2. So ist Übungs Nr. 1 z.B. das bekannte Arktische Boxen, bei dem man koordiniert Eisblöcke zerschlagen soll. Der Trainer steht stets neben unserem Kamerabild und gibt passende Instruktionen, um unseren Bewegungsablauf zu optimieren. Nach Ablauf der Zeit werden die erreichten Punkte eingesackt und dem Konto gutgeschrieben. Das wäre allerdings dann doch etwas zu wenig, um Shape Up als ein Fitnessspiel zu bezeichnen. Und deshalb gibt es auch nach jeder Übungs die volle Ladung Statistiken für jeden Spieler. Neben erreichten Werten und den Differenzen zum Zielwert, werden benötigte Zeitwerte und trainierte Körperregionen im Detail aufgeführt. Wer möchte, kann sein Video der Community zur Verfügung stellen, so dass sich Spieler weltweit an der Trainingseinheit orientieren können. Umgekehrt funktioniert es natürlich auch, dass wir uns Abbilder anderer Spieler nach Hause holen und die Übungs in einer Art Contest durchführen. Wir könnten hier noch ein Dutzend anderer Spiele aufzählen, aber das muss gar nicht sein, denn der Inhalt ist immer der gleiche. Spielerisch betörend bringt uns Shape Up mit vielen der kleinen Übungen zum Schwitzen und wer die Einheit mit den Kniebeugen bis zum Mond absolviert hat, der hat sich eine kurze Verschnaufpause redlich verdient.

Die Technik klappt ohne größere Probleme mit Kinect ziemlich gut. Einzig zwei Trainingseinheiten, bei denen die Füße im Fokus stehen, wurden etwas suboptimal von der Kamera umgesetzt, obwohl unsere Füße laut Kinect voll erfasst waren und auch der Raum gut ausgeleuchtet war. Ansonsten wurden auch kleine Bewegungsabläufe sehr zuverlässig und mit nahezu keiner Verzögerung auf das TV-Bild projiziert. Etwas überteuert finden wir den virtuellen Shape Up Coach, der mit 10€ pro Monat auf die längere Distanz schon ein wenig auf den Geldbeutel schlägt. Dieser bietet tiefer gehende Übungen, die gleichzeitig auch mehr auf uns abgestimmt sind. Zeitgleich wird mittels Ernährungsberatung ein Optimum an Kalorienverbrauch und Nahrungszufuhr versprochen.

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Stepping im Stile von Guitar Hero

 

Fazit

Mit Shape Up zeigt uns Ubisoft, dass Sport keine langweilige Schweißtreiberei sein muss, sondern auch gehörig Spaß machen kann. Der Fun-Faktor dominiert das Spiel, die Übungen sind in unterhaltsame Szenarien eingebaut und sind dadurch spielerisch alles andere als eingestaubt. Der Umfang ist etwas überschaubar, was wohl auch daran liegt, dass Shape Up einen Season Pass spendiert bekommen hat. Zukünftige Inhalte kommen also, aber nur gegen zusätzliche Bezahlung. Für knapp 30€ ist Shape Up ein gelungenes Sportspielchen geworden, dass dank der humorvollen Präsentation den inneren Schweinehund schweigen lässt.

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Christoph

 
Christoph
Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur


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