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Giana Sisters: Twisted Dreams Director’s Cut – Test / Review

 

 
Zusammenfassung
 

Spielname:
 
Publisher:
 
Developer:
 
Plattform: ,
 
Genre: ,
 
Altersfreigabe:
 
Release:
 
Gameplay
90%


 
Story
70%


 
Sound
91%


 
Grafik
89%


 
Spielzeit
80%


 
Multiplayer
0%


 
Total
89%


 
Total Score
73%


User Rating
no ratings yet

 

Positives


genialer Weltenwechsel / klasse Präsentation / präzise Steuerung / hervorragender Soundtrack / knackiger Schweregrad / riesiger Umfang

Negatives


hohe Schweregrade extrem schwer /


0
Posted 19. Dezember 2014 by

Schon lange vor dem Zeitalter der Emanzipation machten sich zwei Schwestern auf, um einem bekannten Klempner im Genre der Jump ’n‘ Run Platformer Paroli zu bieten. Die Rede ist natürlich von den Giana Sisters, die bereits 2013 ihren erfolgreichen Reboot hinlegten. Neuerdings dürfen die quirligen Schwestern auch auf der neuer Konsolengeneration ihre Schokoladenseite zeigen und wie das aussieht, das erfahrt ihr hier in unserem Test zu Giana Sisters: Twisted Dreams Directors Cut HD.

Trailer zum Spiel 

 

Wir hatten Giana Sisters: Twisted Dreams bereits im Frühjahr 2013 im Test (PS3/Xbox 360), den Artikel findet ihr hier: Link

Giana Sisters: Twisted Dreams Director’s Cut ist digital für Playstation 4 und Xbox One im jeweiligen Store für rund 15€ verfügbar. Alle weiteren Infos zum Spiel findet ihr auf der offiziellen Webseite.

Giana Sisters: Twisted Dreams Directors Cut HD gehört zur Reihe der Spiele, die ein altbekanntes und einfaches Spielprinzip mit dem optischen Hochglanz moderner Grafiken verbinden. Ein Jump ’n‘ Run, wie es puristischer fast nicht sein könnte: Man bewegt die Figur von links nach rechts, springt auf umherziehende Feinde und sammelt unterwegs kostbare Items ein. Der Clou des Spiels liegt im Wechsel zwischen den Schwestern. Per Knopfdruck wechselt man vom Blondchen zum Rotschopf, wodurch sich nicht nur die komplette Umwelt mit ändert, sondern jede der beiden Schwestern auch noch seinen eigenen Skill mit sich bringt. Während die eine einen flinken Drehsprung beherrscht, setzt die andere auf den Wurf glühender Feuerbälle. Was sich im ersten Moment vielleicht nur nach einem spielerischen Gimmik anhört, wird allerdings schnell zur Pflicht. Giana Sisters setzt nämlich gekonnt den Wandel der Welten ein, um überhaupt von A nach B gelangen zu können.

giana-sisters-002

Die wunderschöne und knallige Farbenwelt…

 

Dieser fließende Weltenwechsel erforderte, dass die Entwickler das Spiel quasi doppelt designen mussten. Die Mühe hat sich gelohnt, denn das Endergebnis ist schlicht grandios geworden. Wo die blonde Schwester eben noch quer durch saftig grüne Wiesen hopste, wird auf Knopfdruck eine düstere Parallelwelt voller Schatten, verdorrter Bäume und grausigen Bewohnern. Dank aktueller Technik, sprich 1080p FullHD Auflösung, und nahezu konstant flüssiger Bildrate wird der ohnehin schon spektakuläre Weltenwechsel zu einem optischen Schmankerl. Wie bereits erwähnt ist der Sprung zwischen den Welten allerdings mit nichten nur optisch, sondern ein richtiges Spielelement. Manche Passagen sind nur ein der hellen oder dunklen Welt zu meistern, selbst innerhalb der Level muss man mehrfach hin und her wechseln, um beispielsweise an alle Diamanten zu gelangen.

Dass Giana Sisters: Twisted Dreams sehr auf Retrofeeling setzt, macht sich nicht nur bei der minimalistischen Steuerung bemerkbar. Viel mehr noch spricht der Schweregrad die Zocker vergangener Tage an, die das perfekte Timing in kniffligen Sprungpassagen noch zu gut kennen. Wer beispielsweise damals ein Mega Man ob seines Schwierigkeitsgrades verflucht hat und frustriert den Controller in die Ecke pfefferte, der wird hier in Giana Sisters eine ganz ähnliche Herausforderung finden. Dabei zieht der Schweregrad schon anfänglich recht stark an und bleibt dann konstant auf einem anspruchsvollen Niveau. Um den Frustfaktor der verweichlichten aktuellen Gaminggeneration zu drosseln, haben die Entwickler genügend Checkpoints innerhalb der kniffligen Level platziert. Stirbt unsere Heldin, geht es vom letzten Speicherpunkt aus wieder los. Eine begrenzte Anzahl an Leben gibt es nur auf den hohen Schwierigkeitsstufen, wer auf ‚Normal‘ spielt, darf unendlich oft die Schwestern ins virtuelle Nirvana bugsieren.

Der Soundtrack des Spiels muss ebenfalls lobend erwähnt werden. Denn auch dieser liegt quasi doppelt vor, wie schon beim Leveldesign. Wechselt der Spieler in die andere Welt, wechselt auch passend dazu die musikalische Untermalung mit – und das ebenfalls auch fließend!. So werden aus den seichten, fast schon friedvollen Synthieklängen plötzlich harte Gitarrenriffs oder eben auch wieder umgekehrt.

Mit Blick auf den Umfang bietet Giana Sisters: Twisted Dreams Directors Cut HD die volle Packung. Neben dem Hauptspiel packen uns die Entwickler gleich noch die Erweiterung Rise of the Owlverlord dazu. Und damit noch nicht genug, denn ferner wurden noch alle Bonuslevel im Weihnachts- und Halloweendesign mit ins Paket geschnürt.

Giana Sisters: Twisted Dreams - Screenshots aus der PSN-Version

… ist Sekunden später eine triste Einöde

 

 

Fazit

Giana Sisters: Twisted Dreams Directors Cut HD bietet mit seinem enormen Umfang und dem leicht überarbeiteten Leveldesign den perfekten Einstieg in die wunderbare Welt der beiden Schwestern. Bereits letztes Jahr hatten wir viel Spaß mit dem Hüpfplatformer, der hier vorliegende Directors Cut setzt dem ganzen aber fast noch die Krone auf. Der Schweregrad wurde entschärft, die Grafik aufpoliert und obendrein gibt es stundenlangen Spielspaß, der so Einiges an Anspruch fordert. Gamerherz, was willst du mehr?

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Christoph

 
Christoph
Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur


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