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Breach TD – Test / Review

 

 
Zusammenfassung
 

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1 total rating

 


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Posted 2. Juni 2015 by

Habt ihr auch hin und wieder Lust auf ein taktisches Spiel für unterwegs? Dann könnte das jüngst via Kickstarter mitfinanzierte Breach TD vielleicht euren Geschmack treffen. Das Spiel bietet nämlich einen gelungenen Mix aus Tower Defense mit Elementen aus RTS, MOBA und Cardgame.

 

Mittlerweile dürfte so ziemlich jeder Gamer da draußen wissen, was die beiden Genre Tower Defense und MOBA auszeichnet, denn beide Spieltypen genießen weltweit einen exzellenten Ruf. Gerade für mobile Endgeräte eignen sich klassische TDs ziemlich gut, da man mit wenigen Klicks bzw. Gesten ein voll ausgereiftes Strategiespiel daddeln kann.

Breach TD hebt sich in der Masse ziemlich eindeutig ab, denn das Spiel schlägt Kerben in verschiedene Genres und vereint diese. Und das sogar erstaunlich gut, wie wir nach 3 Tagen Dauerzocken feststellen müssen.

Fangen wir einfach mal vorne an:

Vor dem Match sucht man sich aus dem Pool aller Kämpfer 4 Stück heraus und nimmt sie mit ins Gefecht. Weiterhin können 2 Boosterkarten ausgewählt werden, die dann später im Spiel für Boni (z.B. Lebensregeneration, verbesserte Rüstung, etc.) der eigenen Figuren sorgen, oder aber auch für Mali (z.B. reduzierte Rüstung, Flächenschaden, etc.) der Feinde. Jede Figur besitzt mindestens eine weitere Hochstufung, wobei sich diese in den Stufen 1-4 separieren.

Der Spieler hat ein virtuelles Spielfeld mit insgesamt 36 Stellpunkten. Auf diese Punkte können wir unsere Einheiten platzieren. Jede Einheite hat 3 Werte, in denen sie sich unterscheiden: Angriffsstärke, Lebenspunkte und Geschwindigkeit. Einige Units benötigen einen Platz, um aufgestellt zu werden, andere hingegen gleich vier. Außerdem kosten höherwertige Figuren natürlich mehr Credits, um ins Spiel gebracht zu werden. Ganz grob kann man sagen, dass die Einheiten, die vier Plätze auf dem Spielfeld beanspruchen, in ihren Grundwerten erheblich besser sind als die „kleinen“.

Zu Beginn ist der Vorat an Credits/Aurum noch gering, weshalb man nur ein oder zwei Einheiten setzen kann. Ist der Timer abgelaufen, geht die Runde in ihre Schlachtphase. Die Feinde spawnen und stürmen unseren Recken entgegen und das Gemetzel kann beginnen. Während dieser Phase können nicht nur die Bonuskarten gespielt, sondern auch ein paar Söldner zur Seite gerufen werden. Diese benötigen zum Spawn Plasma, das langsam von selbst regeneriert. Und: Sowohl Söldnerlevel, als auch die Geschwindigkeit der Plasmaregeneration können geupgradet werden.

Gehen wir aus der Schlacht siegreich hervor, landen wir wieder auf dem virtuellen Stellbrett und können neue Einheiten setzen oder die vorhandenen upgraden. Nach einem weiteren Timer startet dann die nächste Runde und so geht es weiter bis zur Runde 20. Dort ist dann Schluss und es geht ins Sudden Death. Im umgekehrten Fall, bei einer eigenen Niederlage also, rennen die Feinde gegen unseren Vault (quasi die Hauptfestung) an und rauben uns ein Leben. Verlieren wir derer drei, ist das Spiel Game Over. Innerhalb dieser 20 Runden steigen dann auch schrittweise alle 5 Level die Stufen der Feinde auf, so dass der Anspruch natürlich stetig mitsteigt.

Da sich Breach TD als ziemlich taktisch darstellt, macht es Sinn, die eigene Herangehensweise zunächst zu proben und zu verbessern. Der dafür vorgesehene Practice Modus lässt allen Freiraum und außerdem zu, dass jede Taktik ausprobiert werden kann. So wird man ziemlich schnell merken, wo man am effizientesten welche Einheit platzieren sollte, wann es Sinn macht, kostspielige Söldner zu rufen oder welche Bonuskarten zu welcher Taktik passen.

Hat man ein passendes Set gefunden, kann man sich im kompetativen Multiplayer versuchen. Hier steht derzeit nur der 1 vs. 1 Modus bereit, später soll in einem Update dann noch ein 3 vs. 3 folgen. Im Grunde versuchen jetzt beide Spieler zeitgleich, die feindlichen Wellen zurückzuschlagen. Wer als erster 3 Wellen verliert, geht als Looser aus dem Match. Der Sieger heimst Wertungspunkte ein und steigt so allmählich im weltweiten Ranking auf. Der Multiplayer hat einen kleinen, aber sehr feinen Unterschied zum Solomodus. Wir können nämlich genau beobachten, welche Einheiten unser Mitstreiter spawnt und wie gut er sich schlägt. Wittern wir Lunte, können wir jederzeit auch auf seiner Lane unsere Söldner spawnen, die dann gegen ihn kämpfen und ihm somit das Leben erschweren. Gleiches gilt für die Bonuskarten, die man ebenfalls gegen den anderen Spieler einsetzen kann. Und genau das macht Breach TD extrem unberechenbar für jeden der Spieler, denn man weiß nie, was der jeweils andere gerade für eine Strategie im Schilde führt.

Ein kleines Beispiel aus einem 1 vs. 1, bei dem wir uns eigentlich schon als sicherer Gewinner sahen, schlussendlich die Runde aber doch verloren. Die kompletten ersten 4 Runden setzte unser Gegenspieler nur 1 Nahkampfeinheit, wobei wir schon sahen, dass diese kaum Runde 2 überstanden hat. Dem Gedanken „Was für ein Noob“ folgte dann sehr schnell die Ernüchterung, denn der fiese Geselle hatte sich seine Credits gespart, um den Plasmagenerator zu pushen. Zwar hatten wir schon zwei Runden gewonnen und waren dem Spielsieg nahe, doch ab Runde 5 hat er uns dann garstige Hexensöldner, die mittlerweile schon auf Stufe 2 gelevelt waren, im Dauerakkord um die Ohren gejagt. Und plötzlich drehte sich die Partie, was letztlich darin resultierte, dass wir verloren haben.

Kurz noch ein paar Sätze zum Vertriebsmodell von Breach TD. Das Spiel ist free2play und man kann tatsächlich mit den Starterkarten gut über die Runden kommen. Wer in den Genuss aller Kämpfer kommen will, muss entsprechend in die Geldbörse greifen. Alternativ können Helden auch mit erspielten Punkten freigespielt werden, was je nach Held und dessen Kosten allerdings etliche Runden dauert. Fakt ist nunmal, dass die vier Standardhelden deutlich weniger Freiräume zum Taktieren lassen, als wenn man sich frische Helden leistet und dann fröhlich ausprobieren kann.

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Der Startbildschirm ist sehr aufgeräumt. Oben links sind unsere Rhino Points, die wir zum Freispielen von neuen Helden benötigen. Daneben rechts sind unsere Punkte durch Multiplayer Gefechte. Die Menüpunkte „Career“ und „Leaderboards“ sind selbsterklärend.

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Von den Game Modi fehlt derzeit leider (leider!) noch der 2 vs. 3 Modus, auf den wir wirklich sehr gespannt sind.

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Die Stats einer Einheit. Oben sind im Balkenschema die Grundwerte angegeben. Je nach Upgrade der Einheit verbessern sich diese, wie man schemenhaft erkennt. Der „Nightshade“ kostet 75 Gold zum Auspielen und benötigt 1 Spielfeld an Platz.

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Der „Marshal“ ist da schon ein anderes Kaliber, wie man unschwer erkennt. Dem entsprechend kostet er allerdings dann auch eine ganze Portion mehr und benötigt erwähnte 4 Felder, um ausgespielt werden zu können.

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Sind 4 Helden gewählt, kommen noch die Bonuskarten an die Reihe. Von diesen dürfen 2 mit ins Gefecht genommen werden. Die Zahlen auf jeder Karte stehen für den Cooldown, bis sie erneut gezückt werden darf.

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Links: Die Söldner und deren Kosten / Rechts: Unsere 4 Helden / Mitte: Das Spielfeld, auf dem die Units platziert werden / Unten: Unser Vorat an Gold bzw. Aurum und Plasma

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In Runde 5 begegnen uns noch Feinde der Stufe 1, mit denen wir ziemlich leichtes Spiel haben.

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Ab Stufe 6 geht es dann hoch auf Stufe 2 und die Feinde bieten deutlich mehr Paroli.

 

Fazit

In der jetzigen, noch nicht ganz finalen Version, macht Breach TD schon einen ausgezeichneten Eindruck. Wenn später noch der 3 vs. 3 Modus und Cross Plattform Gaming (iOS, Android, PC) folgen, dann steht hier ein echter Geheimtipp für den schnellen Strategie-Snack für unterwegs bevor. Der strategische Anspruch, besonders im Multiplayer, ist erstaunlich hoch für ein mobiles Spiel, was für lang anhaltenden Spielspaß sorgt. Eben deshalb, weil man zu keinem Zeitpunkt weiß, was der Kontrahent gerade am aushecken ist und man permanent die Waage zwischen Defensive (-> wie verteidige ich meine Lane am besten?) und Offensive (-> wie bringe ich meinen Mitspieler in Bedrängnis?) finden muss. Das Vertriebsmodell ist OK, wobei man ohne freigespielte oder gekaufte Heldenfiguren mit Einbußen in der Spielstrategie leben muss. Viel wichtiger ist, dass das Balancing stimmt und man auch mit den Starterkarten gut über die Runden kommt. Also dann: Runterladen!

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Christoph

 
Christoph
Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur


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