Wolfenstein: Youngblood – Test / Review

    Die Gegner skalieren allerdings mit und haben je nach Art auch ein Panzerungslevel, das abhängig von unseren Waffen schneller oder langsamer schwindet. So kann es vorkommen, dass Gegner zum Teil verrückte Mengen an Kugeln aufnehmen bis sie umfallen. Das kann in manchen Passagen etwas nervig sein.

    Im Offline-Koop wird dem Spieler eine KI an die Seite gestellt, die mit ihm das Spiel bestreitet. Diese verhält sich allerdings recht gut und passt sich dem eigenen Spielstil an und greift nicht wahllos alles an was sich bewegt. Selten hatten wir den einen oder anderen KI-Aussetzer, was aber nicht die Regel sein sollte.

    Darüber hinaus lassen sich noch Freunde zum Koop einladen, die das Spiel nicht besitzen. Über den sogenannten Buddy Pass, der der Deluxe Edition beiliegt, können Freunde aus der Freundesliste einfach zum Spielen eingeladen werden ohne, dass sie Wolfenstein: Youngblood besitzen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Bethesda-Account vorhanden ist sowie die Demo von Wolfenstein: Youngblood installiert ist.

    Skilltrees und Waffenupgrades

    Wie auch in den Vorgängern können wir nun auch unsere Fähigkeiten sowie Waffen aufbessern. Für jedes aufgestiegene Level oder abgeschlossene Mission erhalten wir Ability-Points, die wir dann in unsere Fähigkeiten stecken oder neue erlernen können.

    Waffen-Upgrades werden mittels Silbermünzen, die überall in der Welt herumliegen, einfach gekauft. Dabei können wir aus drei Upgrade-Herstellern, die für unterschiedliche Eigenschaften stehen, wählen: Nadel (Stealth), Tempo (Geschwindigkeit), Stier (Schaden). Wählen wir mindestens vier von einem Hersteller, erhalten wir einen Set-Bonus. Hinzu kommen noch Mastery-Level, die unseren Waffen bei jedem Aufstieg einen Bonus geben.

    Für unsere Waffen und Anzüge können wir uns aber auch noch Skins kaufen, die auch gegen Echtgeld kaufbar sind, was aber auch rein optional ist. Diese Skins geben keinerlei Vorteile und sind nur optischer Natur.

    Übertechnik?

    Wir haben Wolfenstein: Youngblood auf dem PC gespielt und haben einen überwiegend positiven Eindruck. Das Spiel basiert auf derselben Engine wie Wolfenstein II: The New Colossus auch, weswegen wir hier auch keine großen Sprünge in Sachen Grafik oder Effekte erwarten. Wir sehen Wolfenstein: Youngblood als Standalone-Erweiterung für Wolfenstein II: The New Colossus, wie es eben Wolfenstein: The Old Blood für Woflenstein: The New Order war. Nur etwas umfangreicher.

    Auf dem PC unterstützt Wolfenstein: Youngblood keine SLI-Systeme, was sich in einem selten vorkommenden Crash bemerkbar machen kann. Sonst läuft das Spiel sehr flüssig und ohne Fehler, wenn die Grafikeinstellungen entsprechend eingestellt sind. Beim FOV wird seitens der Entwickler darauf hingewiesen, dass der Standardwert von 90 beibehalten werden soll, da es sonst zu Artefakten kommen kann.

    Nachfolgend die Systemanforderungen:

    MINIMUM:

      • 64-Bit Betriebssystem
      • Betriebssystem: Win7, 8.1, oder 10 (64-Bit Version)
      • Prozessor: AMD FX-8350/Ryzen 5 1400 oder Intel Core i5-3570/i7-3770
      • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
      • Grafikkarte: Nvidia GTX 770 4GB oder gleichwertige AMD
      • Speicher: 40 GB freier Speicher

    Empfohlen:

      • 64-Bit Betriebssystem
      • Betriebssystem: Win7, 8.1, oder 10 (64-Bit Version)
      • Prozessor: AMD FX-9370/Ryzen 5 1600X oder Intel Core i7-4770
      • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
      • Grafikkarte: Nvidia GTX 1060 6GB oder gleichwertige AMD
      • Speicher: 40 GB freier Speicher
    Auch das obligatorische Easter Egg „Elite Hans“, darf nicht fehlen.

    Fazit

    Wolfenstein: Youngblood hat im Vorfeld schon einige Schlagzeilen bezüglich seiner Symbolik und den Fassungen gemacht. Ich finde es persönlich gut, dass nun die unzensierte Version frei verkäuflich ist. Eine kleine Revolution!

    Youngblood macht vieles richtig, aber vernachlässigt viel. Der Koop funktioniert super und die Individualisierung des eigenen Spielstiles ist top. Allerdings vermisse ich hier eine besser erzählte Story mit etwas Tiefe und vielleicht etwas mehr Balancing was den Waffenschaden sowie die Panzerung der Gegner angeht. Und vor allem: wo ist der Soundtrack von Mick Gordon? Ok, der letzte Punkt kann vernachlässigt werden.

    Wolfenstein: Youngblood ist kein schlechtes Spiel, aber leider etwas schwach auf der Brust, was Story angeht. Für die Überbrückung zum nächsten Hauptteil und für Fans lohnt sich das aber dennoch allemal, vor allem im Koop Modus, zumal es kein Vollpreistitel ist. Alle anderen warten eher auf den nächsten Hauptteil der Serie.

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    Gustav Knaub
    Film- und Computerspielbegeisterter, der mit MediaField anfing und damit nun hier im Bereich für Spiele- und Filmtrailer gelandet ist.