Rogue Aces – Test

     

     

    Rogue Aces verspricht non-stop Action ohne viel Schnickschnack. Ob der virtuelle Flug mit Dauerfeuer auch Spaß macht, verraten wir euch in unserem Test!

     

    Schnörkellos mit Dauerfeuer

    Rogue Aces macht vom Beginn an keinen Hehl daraus, euch direkt mitten rein ins Getümmel zu schleudern. Die ersten Spielminuten gibt es ein schnörkelloses Tutorial, dass euch alle Tasten logisch erklärt. Mit dem rechten Analogstick steuert man die Geschwindigkeit, während man mit dem linken das Flugzeug quer über den Bildschirm lenkt. Und dann gibt es da noch die Feuern-Taste, mehr ist es im Grunde nicht. OK, boosten ist noch möglich, wird im Spiel aber kaum Verwendung finden, zumal der Geschwindigkeitsschub ordentlich am Sprit zehrt und man den dann irgendwie doch im Blick haben sollte, damit man nicht abstürzt.

    Möchte man das Gameplay von Rogue Aces aufs Kürzeste herunterbrechen, so würden wir es am ehesten so beschreiben: 80% Wings of Fury und 20% Cannon Fodder. Ganz im Stile von Wings of Fury, einem der Klassiker der frühen 90er Jahre, startet man vom Flugzeugträger und nimmt alles ins Visier, was uns vors Fadenkreuz kommt. Dazu zählen neben feindlichen Flugzeugen und Zeppelinen auch Panzer und Luftbasen auf Inseln. Zerstört man die komplette Defensive, nimmt man die Insel ein und erhält einen neuen Stützpunkt.

     

    Mit Maschinengewehr, Bomben und Raketen

    Dabei genießt man erstaunlich viel fliegerische Freiheit. Man darf sich komplett frei von links nach rechts und oben und unten bewegen. Die einzige Grenze stellt das Meer bzw. erwähnte Inseln da. Hier sollte man natürlich nicht unbedingt den Kontakt suchen, sonst knallt und rumst es massiv. Die ersten Flugminuten wird man sich mitunter an die Buttons und das Flugverhalten gewöhnen müssen, dann aber gehen die Controlls in Fleisch und Blut über. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man erstens wenige Buttons benötigt und diese zweitens sehr logisch integriert wurden. In der Luft herrscht absolute Narrenfreiheit. Durch gegnerische Einheiten zu fliegen ist absolut erlaubt, ja sogar wünschenswert, da man durch diese nicht vorhandene Barriere phänomenale Flugmuster hin bekommt und man sich nicht damit aufhalten muss, ständig dem regen Treiben in luftiger Höhe auszuweichen.

    Mit vorgehaltenem Zielkreuz ballern wir dann naturgemäß auf alles, was sich in außer uns noch im Himmel bewegt. Zerstörte Feinde hinterlassen hierbei Upgrades für unsere Maschine, wobei wir nur eines davon mit uns führen dürfen. Mit dabei sind die obligatorischen Goodies wie höhere Geschwindigkeit, schnelleres Feuern, dickere Panzerung, etc. Da man natürlich auch immer mal wieder ein paar Hits einstecken muss und einem auch irgendwann der Sprit leer geht, sollte man sich zumindest grob den Standort des Flugzeugträgers merken. Hier wird die Kiste wieder voll getankt und frisch lackiert. Im Gegensatz zum erwähnten Wings of Fury, wo gerade das Starten und Landen für echten Frust sorgte, geht es in Rogue Aces auf Knopfdruck butterweich.

    Auf der technischen Seite bekommen wir ein einwandfreies Spiel präsentiert. Rogue Aces ist frei von Bugs und läuft mit konstant flüssiger Bildrate. Trotz des schnellen Gameplays ist man dank der klaren Grafiken stets Herr der Lage und findet sich in jedweder Situation auf dem Display zurecht. Die rockige Spielmusik untermalt die Atmosphäre passend, während unser Instructor vor jeder Mission mit einem extrem coolen britischen Akzent aufwartet.

     

    Fazit

    Mit Rogue Aces melden sich irgendwie die 90er zurück. Verdammt, das Spiel macht unerwartet viel Spaß! Wer hätte gedacht, dass ein solch simples Spielprinzip gleichzeitig auch so kreativ, fordernd und langzeitmotivierend sein kann? Hier gilt die goldene Regel: Einfach zu lernen, hart zu meistern. Uns hat Rogue Aces sehr schnell in seinen Bann gezogen und es macht auch nach etlichen Spielstunden noch immer einen riesigen Spaß.

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    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur