Review/Test: Super Mario Maker – Mehr als nur ein Spiel

    share-toadNintendo begeisterte schon im Vorfeld mit der Idee eines Editors für eigene Mario Level, die man als Spieler bauen, teilen und spielen kann. Seitdem sie Super Mario Maker vorgestellt haben, warten tausende Mario Fans auf das Spiel. Nun ist es erschienen und wir sagen euch, ob es Nintendo gelungen ist, die Erwartungen zu erfüllen.

     

    Das Leben als Leveldesigner – Der Einstieg:

    mario-blocksWir beginnen unser erstes Level und werden gleich von mehreren Hilfstexten begleitet. Diese sind zwar ausführlich, aber stören den Spielfluss dabei überhaupt nicht. Wir erfahren die Grundlagen des Spiels und merken schnell, dass die Auswahl der Objekte extrem begrenzt ist. Doch das ist gewollt, denn Nintendo wollte uns nicht mit den vielen Level Objekten erschlagen und so schalten wir beim Bauen immer wieder neue Teile frei. So ist das Bauen eines einfachen Levels ein Kinderspiel und wir freuen uns jedesmal über neue Objekte, die wir auch immer sofort ausprobieren – Eine klasse Lösung, um jeden langsam an den Bau-Modus heranzuführen.

    Nach einiger Zeit haben wir schon mehrere Spiel-Versionen, Orte, Objekte, Gegner und auch Geräusche freigeschaltet und unsere Level werden immer komplexer. So ziehen wir unseren Mario auf eine Röhre, um eine Kellerebene zu erstellen oder lassen eine Ranke aus einem Block erscheinen, die uns Zutritt in den Himmel gewährt. Wir statten einen Mini-Bowser mit Flügeln aus und lassen ihn ein paar Münzen verteidigen. Die Möglichkeiten, die wir haben, scheinen unendlich zu sein und Dank des langsamen Heranführens an den Bau-Modus, haben wir stets die Kontrolle.

    Schluss mit dem Bauen – Das Spiel abseits des Bau-Modus:

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    In der 100x Mario Herausforderung, haben wir genau 100 Versuche, um eine bestimmte Anzahl von zufälligen Leveln, aus der Community oder von den Entwicklern, zu absolvieren.

    Auch wenn der Bau-Modus uns schon für Stunden fesseln könnte, ist bei Super Mario Maker natürlich auch die Möglichkeit des Spielens der Level gegeben. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie wir Spielen möchten. Der 10-Mario oder 100-Mario Modus lässt uns mit begrenzter Anzahl an Versuchen, in verschiedenen Leveln antreten. Das letzte Level ist hierbei immer ein Festungslevel und hält uns mit Bowser als Endboss auf Trap. Dabei ist die Auswahl zufällig und wir können nur entscheiden, wie schwer die Level sein sollen und ob wir Level von anderen Spielern(Online) oder von den Entwicklern (Offline) spielen möchten.

    Nach jeder bestandenen 100-Mario Herausforderung schalten wir neue Spielfiguren frei, die wir als spielbare Skins in unseren Editor stecken können. So verwandelt sich Mario etwa in Kirby, Yoshi, Roy, Bowser oder andere Nintendo Charaktere. Wahlweise können wir auch eine amiibo Figur benutzen, um den gewünschten Charakter sofort freizuschalten. Damit bietet der Super Mario Maker auch spielerisch eine Menge und ist neben dem namen-gebenden Bau-Modus ein vollwertiger Spielmodus mit einer Menge Abwechslung.

    Der Sprung durch die Zeit – Die Technik:

    Super Mario Maker schafft es spielend uns in der Zeit reisen zu lassen. Bauen wir ein Level, haben wir stets die Wahl zwischen 4 verschiedenen Mario Spielen als Vorlage. Ob die 2D-Grafik aus Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3, Super Mario World oder gar die 3D/2D gemischte Grafik von New Super Mario Bros. Wii U, jedes Objekt in der Spielwelt verändert sich auf Knopfdruck. Das sieht nicht nur klasse aus, auch spielerisch passt sich Mario immer dem gewählten Spiel an. So ist es Mario, beim Wählen der New Super Mario Bros. Vorlage, möglich, Wand-Sprünge auszuführen und erhält andere Items als beispielsweise bei Super Mario World. Die Umsetzung hierbei ist perfekt und schon schnell bemerken wir, dass sich die Level je nach Vorlage auch komplett anders spielen. Auch die Gegner lernten mit der Zeit einiges dazu und so ist der moderne Bowser um einiges trickreicher als der Klassische.

    Die musikalische Untermalung ist beim Spielen der Levels auch den Vorlagen angepasst und hat somit natürlich auch Kult-Status. Leider ist der Soundtrack im Bau-Modus nicht ganz gelungen und bei jedem Platzieren eines Objektes werden wir von einem anderen Soundtrack begleitet. Nach mehreren Stunden des Bauens ist dies aber nicht gerade angenehm. Doch dies ist Kritik auf hohem Niveau, denn im Großen und Ganzen ist Super Mario Maker optisch und sound-technisch sehr gelungen.

     

    Das Gesamtpaket – Fazit:

    Torben: Super Mario Maker macht alles richtig. Uns wird ein Bau-Modus geboten, der seines Gleichen sucht, zusammen mit unendlich vielen Leveln aus gleich vier Super Mario spielen. Selbst nach 30 Stunden lässt man sich gerne von neuen Leveln begeistern oder baut selbst welche auf und teilt sie mit der Community. Die Steuerung ist präzise und die Menüführung intuitiv. Es ist kaum zu glauben, aber Super Mario Maker hält, was es verspricht und legt noch eine Schippe drauf. Rundum ein gelungenes Spiel, das nun mit zu dem Besten gehört, was die Wii U zu bieten hat!

    Domenik: ‚Unendlich‘ viele Level und ein riesen Spaß begleitet Super Mario Maker. Im ersten Moment war ich kritisch, ob der Bau-Modus wirklich einschlagen kann. Im Nachhinein hat Nintendo bewiesen, dass der Modus nicht nur die Gehirnzellen und die Kreativität anregt, sondern auch unglaublich viel Spaß macht. Ob die Langzeitmotivation angemessen hoch ist, werden wir in einigen Monaten sehen und ich freue mich auf weitere großartige Kreationen der Community.award_94_09_2015.png

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