Rainbow Six Siege Year 3 Season Pass – Test / Review

    Das verfluchte dritte Jahr?
    Starke neue Operator –  Noch mehr Lootboxen und Ingame Items

    Rainbow Six Siege ist nun seit dem Dezember im Jahre 2015 auf dem Markt und erfreut sich einer immer größer werdenden Community. Denn in den letzten zwei Jahren wurde das Spiel stetig weiterentwickelt. Es gab zum einen viele neue Operatoren, es wurde an der Technik gefeilt und es gab immer wieder neue Inhalte von Mikrotransaktionen. Im Großen und Ganzen eine positive Entwicklung mit einem Hauch Zitrone in Form von Loot.

    Das dritte Jahr hat es in sich:

    Seit dem Release im Dezember 2015 hat sich vieles getan, so gab es bisher 18 neue Operatoren, sieben tolle neue Karten und viele Verbesserungen für Performance, Technik und der Spielmechanik. Das dritte Jahr startet direkt mit Operation Outbreak, einem Koop-Kampagne Modus, in dem man gegen Zombies kämpft. Sicherlich eine schöne und gesunde Abwechslung, doch meiner Meinung nach nichts, was ich nun unbedingt mit dem Thema Rainbow Six Siege, dem Taktikshooter schlecht hin in Verbindung bringen muss. Doch hier ist natürlich noch lange nicht Schluss, denn ein neues Season Year bedeutet auch neue Operatoren und vieles mehr.

    Den Anfang im dritten Jahr machte Operation Chimera und wie könnte es anders sein, gab es direkt zwei neue Operatoren. Zum einen der durchaus umstrittene Lion aus Frankreich, mit einer Fähigkeit, die bis zum letzten Nerfpatch für Frustration einiger Spieler sorgte, da seine Fähigkeit doch mehr als stark war. Zum anderen gibt es noch Finka aus Russland, die mit einer Fähigkeit punkten kann, die dem ganzen Team einen Healthbonus von 20HP gibt, diese Fähigkeit kann sie ganze drei Mal verwenden. Auch wenn Lion nun extrem abgeschwächt wurde, können gerade Lion in Kombination mit Finka innerhalb einer Runde ein sehr gefährliches Duo abliefern. Der eine sorgt im Besten Fall dafür, dass die feindlichen Einheiten sichtbar werden und wenn man dann taktisch zum Angriff ruft, wird schnell der 20HP Boost gezündet und bringt den eigenen Einheiten womöglich genau den HP Vorteil, den man benötigt.

    Doch dies ist wie gesagt erst der Anfang. Denn schon in diesem Monat, also Juni wird es wieder einen neuen großen Patch geben. Der Inhaltspatch wird den Namen Operation Para Bellum tragen und wie könnte es anders sein, wird es dieses Mal zwei neue defensive Operatoren geben. Zwei italiniesche G.I.S Spezialisten, die es faustdick hinter den Ohren haben, dazu aber gleich mehr. Dann gibt es endlich wieder Mal eine neue Karte, in der man im 5 gegen 5 Duell sich messen kann.

    Der neue Operator, Alibi, ist eine Undercover-Infiltrations-Spezialistin der italienischen Raggruppamento Operativo Speciale (G.I.S.). Sie ist eine listige Kontrahentin mit der Begabung, kriminelle Netzwerke zu infiltrieren. Alibi zeichnet sich durch ihr vielfältig einsetzbares Hologramm aus, ein Mechanismus, der es Gegnern erschwert, Alibi von ihrer realistischen Projektion zu unterscheiden.

    Der neue Operator, Maestro, ist ein weiteres Mitglied der italienischen Raggruppamento Operativo Speciale (G.I.S.). Er nahm an verschiedenen Einsätzen im Irak teil und zog sich bei einem Bombenanschlag auf offener Straße Narben im Gesicht zu. Maestro besitzt ein ferngesteuertes, schusssicheres Geschütz, das durch Rauch hindurchschauen und schwache Laserstrahlen abfeuern kann.

    Mit Operation Para Bellum wird auch die neue Auswahl-und-Sperre-Funktion eingeführt. Dieses Feature bietet eine weitere strategische Ebene im Wettkampf, denn jedes Team versucht, die Auswahl des Gegners während der Bannphase zu kontern. Spieler erwarten spannende Wendungen, wenn im letzten Moment ein Team einen unerwarteten sechsten Operator auswählt.

    Das Update beinhaltet außerdem:

    Platzierbare kugelsichere Kameras
    Neue Konter-Entschärfungsanimation
    Dropshotting-Anpassungen
    Waffensicht-Ausrichtungsfehler-Anpassungen
    Neue Observationswerkzeugverwaltung
    Operator-Geschwindigkeitsanpassung
    Echo-Buff
    „Clubhouse“-Karten-Buff

    Spielerisch hat sich das Spiel in allen Belangen verbessert und ist überzeugender denn je. Wenn man den nötigen Biss hat und auch das Interesse hat, besser zu werden, dann kann man viele Stunden in Rainbow Six Siege verbringen. Gerade an Wochenenden spiele ich mit Freunden und immer wieder heißt es, okay eine Runde noch. Und jeder Gamer hat diese Worte schon einmal gesagt oder gehört und musste 3 Stunden später feststellen, dass dies nur ein Mythos ist.

    Das Besondere beim Gameplay von Rainbow Six Siege ist die tolle Abwechslung innerhalb der Runde. Vorbereitungsphase, Taktisches herantasten und dann schwankt es schnell um und es gibt wilde und schnelle Schusswechsel, Psychospielchen gehören natürlich auch dazu. Gerade im nicht Ranked-Modus gibt es selten eine Runde, die von Anfang bis Ende taktisch zu Ende gebracht wird.

    Das wichtigste Instrument in Rainbow Six Siege sind die eigenen Ohren, denn gegnerische Einheiten lassen sich durch Schritte am Besten ausfindig machen. Wenn man sich also auf den Taktikshooter einlässt, sollte man in jedem Fall ein brauchbares Headset besitzen, damit auch zur Not mit dem eigenen Team über ingame Voice kommunizieren kann. Auch wenn im normalen Matchmaking oft nur Schwachsinn erzählt wird, oder viele Leute einem die ganze Zeit irgendwelche Tipps geben wollen und man so kaum noch auf das Spielgeschehen konzentrieren kann.

    Jeder Operator ist auf seine Art und Weise speziell und ermöglicht ganz neue Mechaniken. Taktisch sind viele Fähigkeiten von diversen Operatoren ein Augenschmaus und machen das Match noch spannender.

    Welche Version ist die richtige:

    Auch hier gibt es eine Menge zu beachten. Man kann sich zum Beispiel eine Starter-Edition kaufen für 14,99€ und hat kompletten Zugriff auf die Spielinhalte, muss diese aber mühselig freischalten. Und in Anbetracht der nötigen Credits um einen einzelnen Operator freischalten zu können, wäre es doch sehr ambitioniert, wenn man denkt, man könnte mit einer Standard Edition, sehr zeitnah viele oder gar alle Operatoren freischalten. Hier können gut und gerne 25 Stunden Spielzeit und mehr anfallen… je Operator. Ja richtig gelesen, je Operator sollte man circa 25 Stunden Spielzeit Minimum einplanen. Und bei aktuell 38 Operatoren, kann man sich ja selber denken, wie das ausgeht.

    Die Advanced Edition, legt noch 600 Rainbow Six Credits und 10 Outbreak Collection Packs oben drauf, im Vergleich zur Standard Edition. Bei der Gold-Edition wird es endlich etwas spannender, denn hier hat man den Season Pass schon mit drin, doch aufpassen, jedes Jahr hat seinen eigenen neuen Season Pass. Das bedeutet um Umkehrschluss also, dass ich beim Kauf der Gold-Edition Year 1 auch nur den Season Pass Inhalt aus Year One bekommt. Möchtet ihr auch Season Pass Year 2 und 3 haben, so bedarf es wieder den Kauf der Gold-Edition aus dem jeweiligen Jahr.

    Oder aber ihr kauft euch einfach direkt die Complete Edition, denn doch ist wirklich alles enthalten. Von Season Pass Year 1 über Year 2 bis hin zum aktuellen Season Pass Year 3. Regulär würden bei der Complete Edition stolze 119€ anfallen. Aktuell gibt es Rainbox Six Siege mit einem Rabatt von 50% direkt um Ubisoft-Shop zu erstehen. Dies betrifft jede Version. (Ausnahme, die Starter-Edition diese kostet weiterhin 14,99)

    Meine Empfehlung wäre bei dem Preis aktuell in jedem Fall die Complete Edition zu kaufen.

    Fazit:

    Rainbow Six Siege ist kein Shooter für die Breite Masse, dies war bisher bei der Serie aber schon immer der Fall und das ist auch wirklich gut so. Denn hier trifft sich die Elite um sich in einem Taktikshooter zu messen. Aktuell gibt es hier keine Alternative auf dem Markt. Rainbow Six Siege ist technisch gut und bietet spannende und packende Multiplayermatches. Mittlerweile gibt es 19 Spielbare Karten und schon bald kommt die 20te Karte hinzu. Operatoren gibt es, sage und schreibe 38 Stück, aber auch hier wird es zeitnah zwei neue Defensive Operator geben, die dem ganzen Spiel wieder ein wenig neue Möglichkeiten bereitstellen wird.

    Wir sind durch und durch begeistert, wenn man von den teuren Operatoren und Skins absieht. Da mich persönlich Skins aber nicht interessieren, denn letzten Endes, würde man den Waffenskin sehen, mehr aber auch nicht, wozu also Geld ausgeben, damit die anderen mich in einem neuen Outfit bewundern können? Aber diese Entscheidung muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Patrick Heinemann
    Nun bin ich knapp drei Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Managment. Online treibe ich mein Unwesen unter dem Pseudonym "[DDoS]Dr. Radical oder gerne mal auch als RaketenJohnny"