Mega Man Legacy Collection 1 & 2 – Switch-Test

    Vor bereits knapp 31 Jahren erschien der erste Ableger der berühmten Jump ’n‘ Run Reihe Mega Man. 2015 veröffentlichte Capcom Mega Man Legacy Collection, welche Teil 1 bis 6 enthielt, für den PC, er PlayStation 4 und Xbox One. 2016 folgte der Release für den Nintendo 3DS. Mit Mega Man Legacy Collection 2 erschien die Sammlung mit Teil 7 bis 10 letztes Jahr. Nun veröffentlichte Capcom beide Collection gleichzeitig für die Nintendo Switch. Wir haben uns beide Collection angeschaut und verraten euch im Test ob der Port eine gelungene Umsetzung ist.

    Mega Man Legacy Collection 2

    Inhalte der Mega Man Legacy Collection

    Beide Collection bieten nicht nur die alten Spiele, sondern auch ein Herausforderungsmodus, sowie alle Musikstücke, Bildergalerien zu jedem Teil und diverse Einstellungsmöglichkeiten. Zusätzlich bietet die Nintendo Switch (und 3DS) Version eine Mega Man amiibo Unterstützung an, mit der wir weitere Herausforderungen freischalten können.

    In den Einstellungen haben wir die Möglichkeit zwischen der europäische (Mega Man) und der japanischen Version (Rocket Man) zu wechseln – inklusive der Lokalisierung. Die Spiele an sich kommen in ihrer ursprünglichen Version daher (bis auf einige Kleinigkeiten, dazu später mehr). So spielen wir die Klassiker im Original 4:3-Seitenverhältnis. Für die Seitenränder stehen visuelle Optionen bereit. Zusätzlich kann ein Filter über das Bild gelegt werden. Für Anfänger gibt es zusätzlich noch die Möglichkeit eine separate Rüstung zu tragen. Bereits mit Episode 9 und 10 kamen die ersten DLCs zum Vorschein und auch diese sind in der Mega Man Legacy Collection 2 enthalten.

    Gameplay

    Wie bereits erwähnt hat Capcom kaum etwas an den Original Teilen gedreht. Immer noch sind die Ableger verdammt schwer und wir mussten so einige Male die Level wiederholen, wiederholen und wiederholen. Bereits zu Beginn lassen sich alle Stages anwählen. Direkt hier bemerkt man den knackigen Schwierigkeitsgrad, da es kein Level 1 bis 9 gibt, sondern alle Level gleich (schwer) sind. Um doch die Stages zu meistern, empfiehlt sich das Auswendiglernen, da die Gegner immer an den gleichen Stellen platziert sind und immer den gleichen Angriffsmustern folgen.

    Die Stages sind immer an deren Endboss wie etwa Air Man, Wood Man und vielen mehr inspiriert. Die Steuerung fällt sehr schlicht aus. Mit dem Analog-Stick werden Bewegungen ausgeführt – hier vermissen wir umso mehr ein Steuerkreuz auf den Joy-Cons. Mit Y wird geschossen und mit B springen wir über Hindernissen. Per Knopfdruck kann im Gegensatz zu den Original Ablegern pausiert werden. Ein weiteres neues Features ist das kurze Zurückspulen der Ereignisse per Schultertaste. Mussten wir damals noch ständig die Codes als Speicherpunkt aufschreiben, bietet die Collection nun ein freies Speichern an – wer hingegen noch auf die Nostalgie Schiene aufspringen will, für diejenigen gibt es immer noch die Codes.

    Herausforderungen

    Neu in der Mega Man Legacy Collection sind die Herausforderungen. Wem die normalen Spiele nicht hart genug waren, der kommt in diesem Modus auf seine vollen Kosten. Unter Zeitdruck müssen Levelpassagen der einzelnen Teile oder bestimmte Feinde gemeistert werden. Alleine die erste Collection bietet über 55 Herausforderungen. Diese werden nach und nach freigeschaltet sobald vorige Missionen abgeschlossen wurden.

    Museum

    Das Museum ist ein weiteres Prunkstück beider Collection. Hier sind nicht nur Bilder der Charaktere aller Teile wieder zu finden, sondern Bilder der original Packshots, einige Level-Design sowie Konzeptentwürfe und vieles mehr.

    Fazit

    Auch der Port auf die Switch ist mehr als gelungen und ist technische Sauber umgesetzt. Wer damals nicht in den Genuss kam, die Mega Man Reihe zu bestaunen, hat nun die Möglichkeit dazu. Der einzige Knackpunkt bei der Switch-Version ist der fehlende Steuerkreuz. Trotz alle dem lassen sich beide Collection wunderbar mit dem Analog-Stick spielen. Mega Man Legacy Collection 1 & 2 bieten nicht nur die zehn Spiele in der Ur-Fassung, sondern noch einige Schmuckstücke wie das Museum und der Herausforderungsmodus.

    Die Collection kosten je 14,99€ im Nintendo eShop. Eine deutsche Retail-Fassung gibt es hingegen (noch) nicht.

    Bereits seit den Anfängen von Game2gether darf ich mich als ein Teil der Familie zählen. Während ich mein Bachelor-Studium in Technische Informatik abgeschlossen habe, habe ich bereits die verschiedensten Artikel im Bereich der PC-, Nintendo- und PS4-Spiele sowie in der Hardware-Sektion verfasst.