Madden NFL 20 – Test / Review

    Die neue NFL-Saison steht vor der Tür. Während in den USA noch die Pre-Season läuft, veröffentlichte EA Sports mit Madden NFL 20 bereits Anfang August den neuesten Teil der Madden-Serie und startet damit traditionell ins Videospiel-Sportjahr. Was der diesjährige Teil rund um die hundertste NFL-Saison an Neuerungen bietet und ob sich ein Upgrade vom letzten Teil lohnt, erfahrt ihr in unserem Test zu Madden NFL 20.

    Werde zum Face of the Franchise

    Die erste Neuerung in diesem Jahr findet man direkt nach dem Starten des Spiels. In Madden NFL 20 ist es erstmals möglich, den Pro Bowl, also das All Star Game der NFL, nachzuspielen. Dort treten die besten Spieler der NFC und AFC gegeneinander an. Selbstverständlich kann der Pro Bowl anschließend zu jeder Zeit erneut im Play Now Menü gespielt werden. Außerdem ist der Pro Bowl natürlich Teil des Franchise-Modus, welcher es erneut ohne großartige Änderungen ins Spiel geschafft hat. Dort könnt ihr auch dieses Jahr wieder als Coach, Besitzer oder Spieler eines NFL-Teams über mehrere Jahre Teil einer NFL-Franchise sein und Titel gewinnen.

    Als neuer Spielmodus ist „Face of the Franchise“ dabei. Dort könnt ihr euch euren eigenen Spieler erstellen und von den College-Playoffs über den NFL Combine und den Draft Mitglied eines NFL-Teams werden. Der Spielmodus erinnert dabei stark an den Karrieremodus in FIFA rund um Alex Hunter und macht durchaus Spaß. Als weitere Spielmodi gibt es natürlich wieder das Schnelle Spiel (Play Now) sowohl offline im Multiplayer oder gegen den CPU oder online gegen echte Gegner. Außerdem dabei: der Trainingsmodus, in dem Neulinge die Mechaniken des Spieles kennenlernen können und erfahrene Spieler an den Feinheiten feilen können. Der sehr beliebte Ultimate Madden Modus ist selbstverständlich auch in Madden NFL 20 enthalten.

    Der X-Factor macht den Unterschied

    Doch der neue Spielmodus ist nicht die einzige Neuerung, die es dieses Jahr in Madden NFL gibt. Auch am Gameplay haben die Entwickler ordentlich geschraubt und so fühlt sich das Spiel so gut wie lange nicht mehr an. Man hat endlich das Gefühl, ordentlich Kontrolle über den Running Back zu haben und kann so präzise durch die Löcher der Defense rennen. Doch nicht nur beim Laufspiel hat man gefühlt mehr Kontrolle, auch beim Werfen fühlt sich das Spiel anders als im Vorjahr an. Außerdem haben es jede Menge neue Spielzüge in die verschiedenen Playbooks der Teams geschafft. Unter anderem das berühmte Philly-Special und jede Menge verschiedene Run-Pass-Option-Spielzüge sorgen so für einiges an Abwechslung beim Play-Calling.

    Die wohl aber größte Neuerung beim Spielen selbst sind die X-Factor-Fähigkeiten, die die Superstars der jeweiligen Teams besitzen. Während der starke Wurfarm des Coverstars Patrick Mahomes zum Beispiel in Madden 19 nur einen minimalen Unterschied im Vergleich zu den restlichen Quarterbacks gemacht hat, hat Mahomes in Madden 20 die X-Faktor-Fähigkeit „Rocket Arm“. Nach einigen erfolgreichen langen Pässen ist er in „the Zone“ und damit noch passsicherer. Diese X-Factor-Fähigkeiten gibt es für viele verschiedene Skill Positionen und machen das Spiel noch spannender und individueller.

    Grafik / Sound

    In Sachen Grafik hat sich dagegen nicht wirklich viel getan. Madden 20 ist immer noch auf einem sehr guten Niveau. Sonderlich große Sprünge sind auf der aktuellen Konsolengeneration auch nicht mehr wirklich zu erwarten. Die Spieler sehen zum großen Teil wie ihre realen Vorbilder aus und natürlich sind alle NFL-Stadien detailgetreu im Spiel enthalten. Selbst das neue Stadion der Tottenham Hotspurs, wo erst im Oktober 2019 zum ersten Mal ein NFL-Spiel stattfinden wird, ist bereits in Madden 20 spielbar.

    Jede Menge Luft nach oben ist dagegen weiterhin bei den Kommentatoren. Wie bereits in den letzten Jahren wird das Spiel auf dem virtuellen Rasen von Brandon Gaudin und Charles Davis kommentiert. Dabei wiederholen sich die Sprüche aus dem Vorjahr gefühlt bereits beim ersten Spiel! Eingefleischten Madden-Fans hängen die Sprüche also bereits jetzt zu den Ohren raus. Immerhin ist der Soundtrack – bestehend aus 22 verschiedenen Titeln – gewohnt gut und passt zum Thema Football.

    Fazit

    Madden NFL 20 ist auch in diesem Jahr für Football-Fans im Prinzip wieder unverzichtbar. In Sachen Gameplay hat der diesjährige Teil sehr große Schritte gemacht und die Superstars mit X-Factor machen jedes Team einzigartig. Dadurch stieg für mich die Motivation, öfter mal mit verschiedenen Teams zu spielen, um diese Faktoren zu entdecken. Der Story-Modus ist ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung und macht Lust auf mehr.

    Seit 2011 bei Game2Gether als Redakteur und großer Fan von Sportspielen und Shootern. Ob Fifa, NHL, NBA oder Madden. Alle Serien verfolge ich mit großer Leidenschaft! Und bei Shootern ist natürlich Battlefield meine große Nummer 1!