Madden NFL 19 – Test / Review

    Mit Madden NFL 19 eröffnet EA Sports traditionell das Jahr der neuen Sportspiele. Erstmals seit Jahren dürfen sich dieses Mal auch PC-Spieler über ein NFL-Spiel freuen. Die PC-Version hat dabei denselben Umfang wie die Konsolenversion und enthält dementsprechend alle 32 NFL-Teams inklusive deren Stadien sowie 4 verschiedene Spielmodi. Was die Football-Simulation in diesem Jahr im Detail zu bieten hat, erfahrt in unserem Test. Getestet haben wir die Xbox One-Version.

    Spielmodi

    Nach seinem Debüt in Madden NFL 18 kehrt mit „Longshot“ der Karrieremodus auch in diesem Jahr wieder zurück. Dort schlüpfen wir wieder in die Rolle von Devin Wade und wollen uns vom NFL-Rookie zur Legende arbeiten. Dabei passiert nicht nur auf dem Feld einiges, sondern auch abseits des Spielfelds erleben wir aufregende Geschichten. Fifa-Spieler kennen mit The Journey rund um Alex Hunter einen vergleichbaren Spielmodi. Die Kampagne unterhielt uns für knapp 4 Stunden, allerdings kann die Geschichte nicht mit dem sehr guten Start aus dem letzten Jahr mithalten. Für deutlich langfristigeren Spaß sorgten dagegen in unserem Test der Ultimate Team-Spielmodus und der Franchise-Modus. Beide waren ebenfalls bereits im Vorgänger und sind erfahrenen Spielern bekannt. Dabei bilden wir entweder aus Packs unser eigenes Fantasie-Team oder übernehmen das Steuer bei einem echten NFL-Team. Die beiden Spielmodi verzichten allerdings auf große Änderungen. Sie setzen dagegen auf altbewährte Mittel und überzeugen durch kleine Modifikationen. Selbstverständlich gibt es aber auch wieder die Option, ein schnelles Spiel online oder offline zu spielen. Anfänger können im Trainingsmodus Football-Wissen sammeln und sich an die Steuerung gewöhnen.

    Grafik und Präsentation

    Auch optisch vermissen wir in Madden NFL 19 die ganz große Neuerung. Zwar sehen die virtuellen Superstars der 32 enthaltenen NFL-Teams so realistisch aus wie nie, abseits des Feldes sind Fans oder Fotografen aber weiterhin extrem häufig als Klone wiederzufinden. Dies schwächt die sonst so gute Stadionatmosphäre im Spiel doch deutlich. Bei der TV-Präsentation der Spiele gibt es dagegen schöne Neuerungen, die immer mehr an echte NFL-TV-Sendungen erinnern. Sei es die Präsentation der Starting-Spieler oder die sonstigen Einblendungen zwischen den Spielzügen. Alles könnte man so auch auf CBS & Co. an einem Sonntag im Fernseher erleben.

    Sound

    Auch der Sound ist in Madden NFL 19 ähnlich wie man ihn aus den Vorgängern kennt. Die Kommentatoren haben leider immer noch dieselben Sprüche im Gepäck wie in Madden NFL 18 und wiederholen sich sehr schnell. Hier sollte EA dringend zukünftig investieren, denn wenn man bereits im ersten Spiel von Madden 19 wieder von den alten Sprüchen genervt ist, ist das einfach kein gutes Zeichen. Immerhin kommen jede Woche neue Sprüche hinzu, die das aktuelle NFL-Geschehen besprechen. Im Gegensatz zu den Kommentatoren ist die Musik dafür sehr passend ausgewählt. Die Sounds bestehen hauptsächlich aus Hip-Hop/Rap, aber auch aus anderen Genres und passen super zur Football-Atmosphäre.

    Gameplay

    Doch kommen wir nun zum Entscheidenden, dem Gameplay. Dank Real Player Motion ist das Gameplay in diesem Jahr komplett verändert. Vor allem bei Laufspielzügen merkt man den großen Unterschied zum Vorjahr. Wir können nun mit Präzision scharfe Cuts durchführen und haben so viel Kontrolle über unseren Running Back wie noch nie. Dabei gilt es immer, die perfekte Balance zwischen Geschwindigkeit und Präzision zu finden, um durch die gegnerischen Abwehrreihen zu kommen. Als weitere Neuerung gibt es in diesem Jahr erstmals das nutzerkontrollierte Jubeln. Dabei stehen uns nach jedem Touchdown, Sack oder Safety 5 verschiedene Jubeloptionen mit dem rechten Stick zur Verfügung und sorgen für jede Menge Abwechslung.

    Fazit

    An Madden NFL 19 führt für Football-Fans eigentlich kein Weg vorbei. Mangels Alternativen muss man hier zuschlagen, wenn man mit den aktuellen Kadern Football auf PC oder Konsole spielen möchte. Konkurrenz würde EA Sports aber denke ich definitiv gut tun. Bis auf die Real Player Motion gibt es eigentlich kaum große Änderungen. Madden bleibt zwar ein gutes Spiel, dennoch gibt es so viele Kleinigkeiten, die man endlich verbessern könnte, um den nächsten großen Schritt zum perfekten Football-Spiel zu schaffen.

    Seit 2011 bei Game2Gether als Redakteur und großer Fan von Sportspielen und Shootern. Ob Fifa, NHL, NBA oder Madden. Alle Serien verfolge ich mit großer Leidenschaft! Und bei Shootern ist natürlich Battlefield meine große Nummer 1!