LEGO Batman 3 – Jenseits von Gotham – Test / Review

    Ist das ein Vogel? Ist das ein Flugzeug? Nein es ist… Batman? Batman macht zum dritten Mal das LEGO-Universum unsicher und wie ihr in unserem Review von LEGO Batman 2 – DC Super Heroes lesen könnt, haben uns die vorherigen Teile sehr gefallen. Ob der dritte Teil eine Bereicherung für die LEGO-Reihe ist oder ob ihr lieber wieder zu den realen Klötzchen greift, lest ihr in unserem Review.

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    Kleiner Robin ist unser Held

    Die Story dreht sich um Brainiac der die Welt schrumpfen will! Natürlich wirft Batman und die gesamte Justice League alles dagegen um Brainiac aufzuhalten. Doch wäre eine Miniaturwelt so schlimm? Schließlich sind LEGO-Figuren auch nur Miniaturen und damit hatten wir bisher immer viel Spaß. Diesen Gedankengang haben Batman und Robin nicht und deshalb dürft ihr euch in einem rund zehn Stunden langen Spiel durch Gotham und viele bekannte Metropolen kämpfen. Am Anfang ist die Geschichte zwar ziemlich austauschbar, aber je weiter wir vorankamen, desto mehr konzentrierte sich der Erzählstrang auf die Charakterentwicklung von Robin. Das hat der gesamten Geschichte einen erfrischenden neuen Anstrich gegeben und wir haben uns über diese Abwechslung sehr gefreut.

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    Sammelwahn und bekannte Mechanik

    Zur Spielmechanik gibt es leider nichts Neues zu sagen und ihr kämpft euch immer wieder durch Abschnitte, löst einfache Rätsel, zerstört LEGO-Bauten und baut aus diesen Steinen ganz neue Gegenstände zusammen. Mittlerweile sollte jeder Spieler dieses einfache Prinzip verstanden haben. Die verschiedenen menschlichen Charaktere haben verschiedene Anzüge die verschiedene Fähigkeiten bereithalten. So kann unter anderem Robin auf Knopfdrück seinen Anzug und damit seine Sonderfähigkeit wechseln. Das hilft euch in vielen Situationen und hierdurch lohnt es sich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal ältere Level durchzuspielen. Um alle 150 Charaktere freizuschalten müsst ihr mehrere Durchläufe starten und dies erweitert die Spielzeit nochmal um ein vielfaches.

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    Kartengestaltung

    Die offene Spielwelt die ihr aus LEGO Batman 2 – DC Super Heroes kennt, ist so leider nicht im dritten Teil umgesetzt worden. Ihr lauft oder fliegt durch äußerst restriktive Level und jagt immer dem nächsten Ziel nach. Wie gewohnt dürft ihr euch dabei von einem Mitspieler auf der eigenen Konsole unterstützen lassen. Die restriktivere Spielwelt können wir aber durch die imposante LEGO-Grafik in den Metropolen gut verschmerzen. Bei den angesprochenen Metropolen wird die Landschaft nämlich vollends aus LEGO-Steinen gebaut und sie ähneln stark den Bauten aus dem LEGO-Land. Das Highlight des Spiels ist wenn ihr wie in der 60er-Jahre Batman-Serie mit Adam West als Batman durch die Bathöhle springt. Das Szenario gehört auf jeden Fall zu unseren absoluten Highlights.

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    Angeschlagener Humor und nervende Cameos

    Der Humor hat in LEGO Batman 3 – Jenseits von Gotham leider stark nachgelassen. Die Witze sind viel zu voraussehbar und die Situationskomik zündet auch nicht immer. Das ist sehr schade, da dies eines der Stärken der Videospielreihe war. Auch die Cameo-Auftritte sind nicht so stark wie in anderen Teilen der Serie. In verschiedenen Missionen müsst ihr Adam West aus kniffligen Situationen retten. Dies kommt nicht an die ikonischen Momente heran in denen wir Stan Lee aus der Patsche geholfen haben. Außerdem haben allerlei Warner Charaktere und Conan O’Brien einen Cameo-Auftritt. Dabei ist Conan O’Brien, anders als in seiner Late-Night-Show, gar nicht witzig und er haut immer wieder die gleichen Sprüche heraus. Noch langweiliger kann ein LEGO-Witz nicht gestaltet werden.

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    Fazit

    Wir hatten an diesem Spiel so einiges zu bemängeln. Die langsam langweiligen Witze, die immer wieder gleiche Spielmechanik und die restriktive Spielwelt sind ein Manko im Vergleich zu anderen LEGO-Spielen. Doch all das tritt nach ein paar Spielstunden in den Hintergrund, denn dann nimmt die Story an Fahrt auf und es macht halt doch immer wieder eine Menge Spaß zerstörerisch durch die LEGO-Welt zu laufen. Wir mochten zwar nicht alle Figuren im Spiel, aber dafür konnten uns die großartig gestalteten Metropolen vollends überzeugen. Insgesamt können wir das Spiel Fans vollends empfehlen und wer das grundlegende Spielprinzip von LEGO mag, wird mit den oben angesprochenen Mängeln kein großes Problem haben.

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