Hyrule Warriors: Definitive Edition – Test

    Schnelle Kombos und rasante Schlachten verspricht Hyrule Warriors: Definitive Edition für Nintendo Switch. Wie die erneute Umsetzung für die tragbare Konsole geworden ist, erfahrt ihr hier in unserem Test!

     

    Für unseren Test haben wir Hyrule Warriors: Definitive Edition sowohl im Handheld-Modus, als auch im stationären Betrieb am Dock mit TV gespielt.

    Hey, listen!

    Hyrule Warriors ist zwar noch ein recht junges Spiel, hat aber für sein kurzes Dasein schon einige Ableger hinter sich. Die Definitive Edition, die wir euch hier vorstellen, ist nunmehr bereits die dritte Version. An der Wii U durfte man sich bereits versuchen, ebenso, wie am 3DS mit Hyrule Warriors Legends. Das hier vorliegende Hyrule Warriors: Definitive Edition ist praktisch ein Hybrid aus beiden anderen Spielen und beinhaltet alle Charaktere und DLCs. Aus diesem Grund gehen wir hier in diesem Test auch fast ausschließlich nur auf die Eigenschaften der Switch-Version ein. Grundsätzliche Züge des Spiels könnt ihr in unseren vergangenen Tests nachlesen. Diese findet ihr hier:

    Das Musou-System steht natürlich nach wie vor ganz klar im Vordergrund und ist auch die vielleicht größte Stärke des Spiels. Dank flinker und leichter Buttonskombos, die sich auf einige wenige Knöpfe beschränken, hat man das Gefühl, dass man vom Start weg als mächtiger Krieger einer schier unzähligen Armee von Schurken gegenüber steht. Selbst Zwischen- oder Endbosse sind auf dem leichten Schweregrad keine wirkliche Herausforderung, was natürlich in höheren Schweregraden völlig anders aussieht. Aber gerade für Neulinge in diese Welt eines Dynasty Warriors im Zelda-Gewand ist die Zugänglichkeit geradezu phänomenal easy.

     

    Der komplette Umfang

    Die Action auf dem Schlachtfeld steht im Vordergrund und weniger eine tiefgehende Geschichte. In Hyrule Warriors hat man sich diesbezüglich auch nicht die größte Mühe gegeben, was aber Fans von Link, Zelda und Co. verschmerzen dürften. Immerhin begegnet man so ziemlich jedem Helden und Bösewicht, der es in irgendeinem der vielen Zelda-Spiele mal ins Rampenlicht gebracht hat. Letztlich ist das dann auch wesentlich cooler, als eine hanebüchene Story aus dem Hut zu zaubern, die mit der bloßen Ansammlung an Dutzenden von Figuren ohnehin kaum Sinn ergeben würde. Für jedes einzelne Schlachtszenario bekommt man also eine ganz eigene Minigeschichte und freut sich auf alt bekannte Gesichter.

    Auch beim Sound hat man sich bemüht, etliche Retro-Klänge passend unter die schnelle Action zu packen. Beim Öffnen einer Truhe beispielsweise ertönt der ureigenste Jingle, den jeder von uns schon unzählige Male gehört hat. Einzig die Härte der Hintergrundmusik stört dezent, da diese mit Gitarrenriffs zwar der Dauerprügelei ein fetziges Tüpfelchen verpasst, jedoch irgendwie störend zum Zelda-Setting wirkt. Eine Sprachausgabe hat man der Definitive Edition ebenfalls mal wieder nicht verpasst – schade. So müssen wir uns weiterhin mit AAAAHs und UUUUHs begnügen, die während des Gemetzels den Lippen unserer Spielfiguren entfleuchen.

     

    Der Koop rockt

    Im Dock-Modus läuft das Spiel jederzeit butterweich in 1080p, während man unterwegs als Handheld auf 720p beschränkt ist. Auffallen tut das Weniger an Pixel nicht, denn grafisch wäre hier noch einiges möglich gewesen, die oft zitierte Luft nach oben bleibt ungenutzt. Besonders dann, wenn man sich Felsen oder Klippen nähert, bemerkt man recht hässliche und grobe Texturklötze. Die Gegner- und Objektdichte ist deutlich höher als auf Wii U oder 3DS, der besseren Hardware sei Dank.

    In der Definitive Edition ist der Abenteuermodus mit seinen integrierten DLCs nun vollumfänglich spielbar. Zur Erinnerung: Im Abenteuermodus erledigt man kurze Einzeleinsätze, die fernab der eigentlichen Hauptgeschichte spielen. Als Beispiel: „Besiege X Gegner in 10 Minuten“. Die Spielkarten sind dabei weitestgehend alle gleich groß, sind aber epochentypisch angelegt, so dass man auch hier seinen Lieblings-Titel der Zelda-Reihe wiederfindet. Ein wie wir finden sehr großer Pluspunkt der Switch-Version ist der Koop-Modus im TV-Modus. Mit jeweils einem Joycon bewaffnet darf man zu zweit ins Getümmel ziehen und dank der einfachen Steuerung macht dieser Modus am heimischen Fernseher richtig viel Spaß. Unterwegs am kleinen Bildschirm ist der Spaßfaktor lediglich durch das kleine Display getrübt, da insbesondere die Karte hier deutlich schwerer zu deuten ist.

     

    Fazit

    Wer Hyrule Warriors bislang noch nicht gezockt hat, für den können wir die nun erschienene Definitive Edition nur ans Herz legen. Es macht viel Spaß, sich durch die unzähligen Armee an Feinden im Warriors-Stil zu metzeln und dabei stets ins Zelda-Ambiente eingetaucht zu sein. Wer allerdings schon auf Wii U und/oder 3DS seine Freude hatte, der sollte Abwägen, ob das Mehr an Maps im Abenteuermodus es wert ist, einen erneuten Kauf zu tätigen.

    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur