Die Croods – Steinzeit Party!

    Wer Spaß am animierten Kinderfilm Die Croods hatte, der darf mit seinen Lieblingsfiguren jetzt auch daheim an der Spielkonsole aktiv werden. Namco Bandai bringt mit Die Croods: Steinzeit Party! eine Sammlung von Minispielen auf NDS, 3DS, Wii und Wii U und spricht damit die junge Generation von Konsoleros an.

    Und gerade weil Die Croods: Steinzeit Party! ein Spiel für Kinder ist, hilft uns wieder die 9-jährige Hanna für diesen Test aus. Hanna kennt den Film zum Spiel von Dreamworks und ist sofort Feuer und Flamme, als sie das Spielcover sieht. Die Namen aller Figuren rattert sie runter und keine 2 Minuten später ist der NDS schon mit der Cartridge gefüttert.

    Was beim Starten auffällt, sind die kurzen Ladezeiten. Und das sowohl für den Spielstart, als auch bei den Ladezeiten zwischen den Minispielen später. Meist hat man nicht mehr als 1 bis 2 Sekunden Wartezeit, bevor der Spaß beginnen kann.

    Das Hauptmenü hat einen leichten spielerischen Charakter und so wird die Figur über die Szenerie bewegt, wo die Menüpunkte Spiel, Galerie und Credits auf Entdeckung warten. Die beiden letzteren Punkte sind absolut zu vernachlässigen erklärt Hanna nach der ersten Erkundungstour, also machen wir uns zum eigentlichen Spiel auf.

    Hier angekommen darf man wählen, ob man ein einzelnes Minispiel oder ein Turnier bestreiten möchte. Im Falle eines Turniers kann per Zufall aus dem Pool aller Spiele eine Menge zwischen 5 und 20 gewählt werden, je nachdem, wieviel Zeit und Lust man mitbringt. Von den insgesammt 30 Spielchen sind 20 direkt verfügbar, 10 weitere können freigespielt werden. Dazu werden jeweils 5 Steinpunkte benötigt, von denen man sich nach jedem absolvierten Spiel genau 1 verdienen kann. Uns als Erwachsene hat es etwas gewundert, dass die Leistung des Spielers hierbei keine Rolle spielt. Will heißen: Wirst du Erster, bekommst du 1 Steinpunkt, wirst du Letzter, bekommst du auch 1 Steinpunkt. Aus Sicht von Hanna ist aber genau das eine tolle Sache, denn so kann man die versteckten Spiele viel schneller freispielen und bekommt fix den vollen Umfang von Die Croods: Steinzeit Party! geboten.

    Hat man sich für eins der Spiele entschieden, folgt eine kurze Erklärung der Regeln in wenigen Worten. Auch die Tastenbelegung wird sinnvollerweise gezeigt, wobei diese ohnehin fast immer selbsterklärend ist und sich auf wenige Elemente beschränkt: Steuerkreuz, Stylus und maximal noch 1-2 Buttons – mehr ist für die prähistorische Party nicht nötig. Im Spiel treffen immer 4 Figuren der Croods aufeinander. 3 davon steuert die KI und wir übernehmen das Ruder von Kandidat 4.

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    Hier ein paar Beispiele, was uns Die Croods: Steinzeit Party! bietet:

    Lavabad: Alle Spieler tummeln sich auf mehreren Felsbrocken inmitten eines Lavasees. Dann brodelt es und alle Felsen versinken – alle bis auf einen. Und natürlich müssen wir auf genau diesen flüchten, um einen Punkt einzuheimsen. Die Konkurenz stubsen wir unterwegs auch noch in die rote Glut, damit die Punkte bei uns bleiben.

    Essenschmeißer: Mit dem Stylus müssen möglichst schnell hungrige Tiere gefüttert werden. Dabei sollte man darauf achten, dass man neben einer guten Portion Schnelligkeit auch noch den richtigen Nager erwischt. Satte Tiere plumpsen zu Boden und Hanna lacht dabei herzlich.

    Feuerschweifer: Als erwachsener Spieler fühlten wir uns sofort an die Bike-Rennen aus Tron erinnert. Alle Spieler laufen umher und hinterlassen eine farbige Spur aus Feuer. Wer hineinrennt, fliegt raus.

    Das waren zwar nur 3 Beispiele aus insgesammt 30 Games, aber man sieht, worauf es hinausläuft. Die Croods: Steinzeit Party! bietet die übliche Kost an Partyspielen, die einen Mix aus Reaktions-, Merk- und Geschicklichkeitsspielen ausmachen. Das alles wurde nicht nur optisch ans Geschehen aus dem Film angelehnt, sondern auch der Sound und die Spielnamen passen ins Setting.

    Wo wir „alten Hasen“ wahrscheinlich einigermaßen gelangweilt das Spiel nach 10 Minuten wieder beendet hätten, macht uns Hanna nichts vor: Sie hat Spaß am Spiel. Sie stört die schwächelnde Grafik ebenso wenig, wie der etwas monotone Sound der Buschtrommeln aus den kleinen Boxen des NDS. Und es stört sie auch nicht, dass man – neben Optik und Namen – die Verwandtschaft zum Film irgendwie doch suchen gehen muss. Es gibt weder ein Intro, noch durchzieht das Spiel eine Art Rahmengeschichte. Nix da, es dreht sich nur um die Minispiele, die man in wilder Aneinanderreihung unendlich oft spielen kann, wenn man das möchte.

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    Fazit

    G2G_Bronze_AwardDie Croods: Steinzeit Party! hat unserer Hanna Spaß gemacht und eigentlich ist genau das ja auch die Hauptsache. Sie kümmert nicht die niedrige Framerate, die pixelige Grafik oder der schwache Sound. Nein, es geht hier um die Spiele, die leichte Steuerung, der unkomplizierte Umgang und die nötige Portion an Motivation, doch noch ein paar Steinpunkte zu ergattern. Für junge Spieler ist Die Croods: Steinzeit Party! also tatsächlich eine Reise ins prähistorische Zeitalter wert, der sanfte Humor zaubert Kindern ein Lächeln auf die Lippen. Man muss den Film übrigens nicht gesehen haben, um dem Spiel folgen zu können, denn bis auf den Namen und das Setting halten sich die Gemeinsamkeiten in Grenzen. Anhänger des Films werden viel Freude am Spiel haben. Den einzige Wehrmutstropfen, den wir gefunden haben, ist die teilweise zu starke KI, die gerne mal einen saftigen Strich durch die Rechnung zieht. Das macht aber nichts, denn die Belohnung in Form von Steinpunkten gibt es ja trotzdem am Ende.

    Eine Anmerkung noch: Unser Test bezieht sich auf die Spielversion für NDS, einige hier erwähnte Kritikpunkte wie z.B. Pixelgrafik mögen auf anderen Systeme weniger zutreffen.

     

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    Christoph
    Kind der 70er. Seit '84 Musiker, seit '85 Hobby-Jedi, seit '86 Zocker und seit 2011 hier Redakteur