Call of Duty: Modern Warfare – Test / Review

    The Masterpiece? – Der Multiplayer

    Kommen wir zum wohl wichtigsten Punkt des Spiels: der Multiplayer. Seit Jahren gab es immer wieder kleinere Entwicklungen im Multiplayer der Call of Duty-Serie. Dieses Mal macht Call of Duty: Modern Warfare nicht nur den Sprung auf eine neue Engine, sondern bindet auch viele neue Gameplay-Mechanismen in das Spiel ein.

    Was direkt auffällt sind die neuen Bewegungsmöglichkeiten und Animationen. So können wir beispielsweise neben dem „normalen“ Sprinten für kurze Zeit schnell Sprinten. Zusätzlich dazu gibt es die Möglichkeit eine kurze Strecke auf dem Boden zu rutschen, um schnell in Deckung zu kommen.

    Außerdem können wir uns an nahezu jeder Kante und Ecke anlehnen und den Bereich über Kimme und Korn nach Gegnern absuchen. Auch das Nachladen ist dynamischer: wir können nun auch nachladen, während wir durch das Visier schauen.

    Auch die Verwendung von Leitern wurde überarbeitet, sodass wir unsere Pistole benutzen können, während wir eine Leiter benutzen.

    Soweit zu unseren neuen Bewegungsmöglichkeiten. Mit der Umwelt lässt sich ebenfalls interagieren. Beispielsweise können wir Türen vorsichtig öffnen oder Stürmen und in manchen Maps Lichtschalter betätigen, was manchmal einen taktischen Vorteil bringen kann.

    Ein Paradies für den Waffennarr

    Was unsere Ausrüstung angeht, bietet Call of Duty: Modern Warfare uns eine recht einfache Methode: eine Hauptwaffe, eine Zweitwaffe, drei Perks, eine Lethal Grenade sowie ein Tactical Gadget. Bei den Waffen-Attachements sind pro Waffe maximal fünf möglich (abhängig von der Waffe). Allerdings gibt es je nach Waffe bis zu 70 Attachements und darüber hinaus noch Bemalungen, Sticker, etc… Hier können sich Spieler so richtig austoben und ihre Waffen individualisieren.

    Fertig konfigurierte Waffen können auch freigespielt und verwendet werden (Stichwort Blueprints).

    Natürlich gibt es auch Killstreaks. Wieder dürfen drei Killstreaks gewählt werden, der höchste benötigt 15 Kills und beinhaltet einen Juggernaut-Anzug mit Minigun (die obligatorische Nuke ist natürlich ebenfalls vorhanden). Trotz der vorhandenen Killstreaks sind die Matches damit nicht stark übersät, wie es in früheren Teilen der Fall war.

    Wer keine Lust auf Killstreaks hat, kann sich aber den Spezialist-Mode aktivieren, mit dem anstelle der Killstreaks drei zusätzliche Perks gewählt werden können. Diese schalten sich nach und nach (nach einem Kill, nach zwei Kills und nach drei Kills) während eines Matches dazu. Apropos während des Matches: in Call of Duty: Modern Warfare ist es nun möglich sein komplettes Loadout auch während eines Matches anzupassen.

    Außerdem gibt es noch die Field Upgrades, die mehrmals während eines Matches verwendet werden können und eine Abklingzeit haben. Darunter fallen Hilfsmittel wie Munitionsboxen, der Taktikeinstieg, etc.

    Haben wir unsere Waffen individualisiert und Loadouts angepasst, können wir auch das äußere Erscheinungsbild unserer Spielfigur ändern. Dazu können wir bei jeder Fraktion einen Operator wählen und diesen anpassen. Weitere Operator sowie deren Anpassungen (auch die Armbanduhr) können nach und nach im Spiel freigeschaltet werden.

    Battlefield: Chaos

    Kommen wir zu den Spielmodi: neben den klassischen Verdächtigen wie Team Deathmatch, Free For All, Domination, etc. gibt es nun auch zwei neue Modi die sich Gun Fight und Ground War schimpfen. Gun Fight ist ein 2v2-Modus, bei dem die Spieler mit einem vorgegebenen Waffen-Loadout starten. Gewinner ist, wer am Ende noch steht. Diese Matches laufen recht schnell und spannend ab.

    Ground War ist dagegen das komplette Gegenteil: große Maps und 64 Spieler. Ziel: die fünf Punkte auf der Map einzunehmen und zu halten. Klingt bekannt? Ist es auch.

    Ground War ist eigentlich Battlefield mit viel Chaos. Hier rennt jeder quer über die Map und versucht sich irgendwie durchzukämpfen. Es herrscht keine Struktur und keine Frontline.
    Was jedoch am meisten frustriert, sind die Fahrzeug. Deren Fahrphysik ist nicht sonderlich gut und ein Soldat kann wenig gegen diese ausrichten. Sodass wir eher in Deckung gehen und abwarten bis das gegnerische Fahrzeug davonzieht.

    Im Allgemeinen spielen sich die Maps im Multiplayer-Modus nicht sehr verschieden. Sie unterscheiden sich im Design untereinander zwar sehr, aber in der Regel ist das Gameplay immer das gleiche. Das Map-Design hat sich auch verändert, sodass es jetzt eigentlich nur noch asymmetrische Maps gibt, die zum Campen gerade einladen. Solche Situationen können durchaus frustrierend sein.

    Auch die Kombination aus Maps und Spielmodi haut nicht ganz hin: manche Maps sind beispielsweise für den Modus Hauptquartier einfach zu groß.
    Hinzu kommt, dass das Spawn-System etwas fragwürdig erscheint, da wir nicht selten in der Nähe oder vor Gegnern spawnen, sodass diese leichtes Spiel haben.

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    Gustav Knaub
    Film- und Computerspielbegeisterter, der mit MediaField anfing und damit nun hier im Bereich für Spiele- und Filmtrailer gelandet ist.