Turtle Beach Ear Force PX4 – Test / Review

    PX4-silver-logo-white-bgBereits der Name lässt vermuten, worum es sich beim Earforce PX4 handelt. Turtle Beach möchte einen ultimativen, drahtlosen Begleiter für die PlayStation 4 liefern. Nicht umsonst ist deswegen auch das schlichte Design in schwarz und blau an die Konsole angelehnt. Trotzdem passen die Kopfhörer in das aktuelle Designkonzept und erinnert dabei stark an das verwandte PX22. Obwohl also der Draht zur neuen Konsole besteht, könnt ihr das Headset auch an PC, PS3, Xbox 360 und eurem Smartphone nutzen – und das auch hier drahtlos.

     

    Vorneweg noch ein paar allgemein Infos:

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    Komponenten:

    • Ear Force PX4 Headset
    • PX4 Drahtlostransmitter
    • Abnehmbares Bügelmikro

    Kabel:

    • Xbox 360 Talkback-Kabel
    • Optisches Digitalkabel
    • Headset Ladekabel
    • 2,5 – 3,5-mm-Kabel für Mobilgeräte

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    Senderbox:

    • Dualband Digital 2,4-2,495 GHz/5,0-5,8 GHz HF drahtlose Übertragung mit bis zu 9 Metern Reichweite
    • Frequenzbereich: 20Hz – 20kHz
    • Optischer Digital-Audioeingang kompatibel mit 48 kHz digitalem Audiostream
    • Optischer Digital-Audioausgang zum Durchschleifen des digitalen Eingangsstreams
    • Eingang: Analoger 3,5-mm-Klinkenstecker
    • Maximaler analoger Eingangspegel: 2 Vpp (700 mVrms)
    • Stromversorgung über USB (5 V Gleichstrom bei max. 350 mA)

    Headset:

    • Lautsprecher mit 50 mm Durchmesser, mit Neodymium-Magneten
    • Spielton-Frequenzbereich: 20 Hz – 20 kHz, >120 dB SPL bei 1 kHz
    • Frequenzbereich Kondensatormikrofon: 50Hz – 15kHz
    • Spielton Dualband WLAN Digital 2,4-2,495 GHz/5,0-5,8 GHz HF drahtloser Empfang
    • Bluetooth-Funkübertragung mit Dual-Pairing-Modus
    • Kopfhörer-Verstärker: Stereo 27 mW/K, Klirrfaktor <1 %
    • Wiederaufladbarer Li-Po-Akku (1000 mAh)
    • Automatische Abschaltung nach ca. 5 Minuten unterbrochener Verbindung oder Stille zur Schonung des Akkus
    • Akkuverstärker verlängert Akkulaufzeit auf bis zu 15 Stunden

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    Etwas Kabelsalat und Fummelei – Aufbau

    Ist das tolle Teil einmal aus der Box, geht der Aufbau kinderleicht. Die Transmitter-Box bekommt seinen Strom über ein USB-Kabel direkt von der Konsole. Parallel wird ein optisches Kabel an den Ausgang der PlayStation angeschlossen. Leider entsteht hier auch schon der erste Kabelsalat, der sich am Gerät selbst breit macht. Da sich nämlich an der Rückseite kein USB-Port befindet ist man leider auch gezwungen die Box schlicht neben der Konsole zu positionieren. Aber nicht weiter schlimm – wir schalten nun alles an und versuchen eine Runde mit neuen Ohrmuscheln am Kopf zu spielen, doch da tut sich das zweite kleine Kabel-Wirrwarr auf. Zwar funktioniert die kabellose Audioübertragung perfekt, jedoch muss trotzdem ein extra Kabel mit Controller verbunden werden, das uns erlaubt über das Headset zu chatten. Bei beiden Problemen kann man Turtle Beach nicht wirklich einen Vorwurf machen, da diese eher ihren Ursprung an der Konsole selbst liegen, jedoch ist die Bezeichnung  „kabellos“ nun auch nicht ganz verdient.
    Interessant am Transmitter dürfte jedoch noch sein, dass man gleich 2 TOSLINK-Ports verbaut hat, mit dem sich das Headset in ein Media Center einbauen lässt, was für gut ausgestattete Gamer wirklich interessant sein dürfte.3000x3000-PX4-C

    Welcher Knopf war das nochmal? – Bedienung und Funktion

    Ansonsten hat die kleine Box, die gerade an eine Zigarettenschachtel herankommt nicht viel zu bieten. Anders sieht es da schon am Headset selbst aus. Die Designer bei Turtle Beach könnten ruhig mal halblang machen, wenn es um die Verteilung von unnötigen Knöpfen geht. Auf der linken Ohrmuschel finden sich ein Schalter mit dem ihr zwischen 4 Stufen zur Regelung von Höhen und Tiefen umschalten könnt. Diese 4 Equalizer-Einstellungen sind vielleicht nicht überlebenswichtig, jedoch in Verbindung mit dem Limiter, der dafür sorgt, dass euer Trommelfell nicht bei jeder kleinen Explosion das Zeitliche segnet unglaublich effektiv. Somit werden Geräusche leicht ortbar. Doch es geht noch weiter. Auf der linken Seite finden sich außerdem noch 2 unscheinbare, kleine Rädchen, die anfangs leicht zu übersehen sind. Mit dem einen regelt ihr die Master-Lautstärke, mit dem Mic-Monitor eure eigene Lautstärke in Chats. Leider hat man auf eine unabhängige Regelung von Spiel- und Chat-Lautstärke am eigenen Ohr verzichtet.

    An der rechten Muschel befinden sich nun noch 2 Tasten für die Regelung der eigenen Sprach-Lautstärke bei Bluetooth-Gesprächen. Richtig – Man kann die Kopfhörer parallel zur Transmitter-Box mit seinem Smartphone verbinden um beim Spielen und Filmschauen keinen Anruf zu verpassen. Ziemlich cooles Feature, doch ist die Bedienung nicht sehr einfach. Welchen Knopf hab ich da gerade gedrückt und wie mache ich es rückgängig? Und wenn man das Headset schon mit dem Handy verbindet, warum dann nicht gleich auch, um Musik zu hören? Damit wäre das PX4 durchaus straßentauglich gewesen. Auch wegen dem abnehmbaren Mikrofon.

    Überhaupt kostet es etwas Einarbeitungszeit, wenn man mit dem Headset zurechtkommen will. Tendenziell kann es nicht wirklich von Vorteil sein, wenn ich ein Headset erst kurz abnehmen muss, um herauszufinden welcher Knopf gedrückt wurde. Außerdem ist der Equalizer zwar ganz nett, jedoch unterscheiden sich die 4 Einstellung nicht groß voneinander und es ist kaum ein Unterschied zu hören.

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    Höhen und Tiefen – Soundqualität

    Muss man bei der Bedienung meckern, lassen wir uns vom Sound überzeugen. Obwohl für ein ungeübtes Ohr der normale Stereo-Sound meist noch besser klingt, kann das PX4 in seiner Preisklasse mit dem virtuellen 5.1-Sorround-Sound überzeugen. Sowohl bei Filmen, als auch bei Spielen liefern die Kopfhörer ein dynamisches Klangerlebnis. Höhen und Tiefen werden ausgezeichnet dargestellt. Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass auch ohne einen Ausgang von Sound ein gewisses „Grundrauschen“ zu vernehmen ist. Sobald die Stille im Kanal vorbei ist, wird das Rauschen sofort übertönt und ihr werdet euch nur daran stören, wenn ihr ein wirklich empfindliches Gehör habt.
    Zuletzt noch ein Satz zu längeren Spiel-Sessions: Solltet ihr mal einen kompletten Abend mit Battlefield und Co. verbringen, kann es passieren, dass euch etwas heiß um die Ohren wird. Das liegt daran, dass die Muscheln recht gut abdichten, um die Geräuscheinwirkung von außen zu unterdrücken. Ihr werdet dann schnell dazu verleitet ein kurzes Päuschen einzulegen. Dafür bleibt jedoch das typische Schmerzen der Ohrmuscheln aus, das bei vielen Geräten vorkommt.

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    Chris Wahlbuhl
    Seit ich klein war hab ich schon fleißig gedaddelt. Egal ob Retro, Action, Sport oder Strategie, ich bin keinem Genre abgeneigt. Ich freue mich mein Hobby irgendwann zum Beruf machen zu können und bis dahin bei Game2Gether als Trainee zu schreiben !