Trust GXT 420 Rath Gaming Headset – Test / Review

    Headsets gibt es heute in allen möglichen Variationen, Farben und den unterschiedlichsten Schnittstellen. Dabei spielen aber auch Tragekomfort sowie die Verarbeitung eine Rolle. Dazu haben wir uns das GXT 420 Rath Gaming Headset von Trust angeschaut, das durch seinen Einsatz an vielen Plattformen überzeugen will. Was wir davon halten und ob es uns überzeugen konnte, lest ihr in diesem Test.

    Multiplatform Gaming Headset


    Wie eben schon angesprochen wird das GXT 420 Rath als Multiplatform Gaming Headset beworben und soll an allen verfügbaren Plattformen verwendbar sein. Trust will hier jedem die Freiheit bieten das Headset an seinem bevorzugten System zu verwenden. Das klingt zunächst ganz gut, aber genau betrachtet ist dies in der heutigen Zeit kein herausragendes Merkmal. Eine Kompatibilität zu den meisten Systemen kann durch die Verwendung des 3,5 mm Klinke-Steckers erreicht werden, da aktuelle Konsolen, wie PlayStation 4, XBOX One und Nintendo Switch auf eben jenen Anschluss setzen.

    Lieferumfang & technische Daten

    Der Lieferumfang fällt entsprechend mäßig aus. Neben dem Headset liegt noch ein 3,5 mm Adapterkabel bei, der für den Anschluss am PC gedacht ist, wenn kein kombinierter 3,5 mm Klinke-Anschluss vorhanden ist. Außerdem ist noch eine kurze Bedienungsanleitung sowie ein Sticker mit dem Gaming-Logo von Trust dabei. Das nicht abnehmbare Mikrofon ist schon mit einem Popfilter bestückt.

    Nachfolgend zunächst einmal die technischen Daten:

    • Größe: 220 x 197 x 98 mm
    • Gewicht: 354 g
    • Verbindung: 3,5 mm Klinke
    • Kabellänge: 1 m
    • Treiber: 50 mm
    • Sensitivität: 118 dB
    • Impedanz: 32 Ω
    • Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz

    Verarbeitung

    Der Ersteindruck ist etwas zwiespältig, denn zum einen macht das Headset an manchen Stellen einen nicht sehr wertigen Eindruck, sitzt aber hingegen sehr gut. Darüber hinaus fallen Kleinigkeiten auf, die das Headset aufwerten. Doch dazu gleich mehr.

    Zunächst das Negative: das verwendete Material ist teilweise nicht sehr gut verarbeitet. Beim anpassen des Headsets fällt auf, dass das Aluminium im Kopfbügel etwas scharfkantig ist. Das verwendete Plastik fühlt sich ebenfalls nicht allzu hochwertig an. Das Mikrofon ist einziehbar, sodass es in der linken Ohrmuschel verstaut ist. Allerdings lässt sich das Mikrofon auch nicht allzu weit ausfahren, nur um ca. 6 cm.

    Doch es gibt auch einige gelungene Features am GXT 420 Rath. Der zuvor erwähnte Tragekomfort sei hier genannt. Durch die sehr weiche Polsterung der Ohrmuscheln und am Kopfbügel wird man schon fast komplett von Umgebungsgeräuschen isoliert. Das Kunstleder fühlt sich dabei sehr angenehm an und trägt damit stark zum Komfort bei.

    Das Kabel, das am Headset angeschlossen ist, ist mit Nylon ummantelt und macht einen sehr guten Eindruck. Auch das Inline-Remote, mit dem sich die Lautstärke mittels Regler einstellen und das Mikrofon muten lässt, ist ein gelungenes Feature. Lautstärkeregler sowie Mute-Schieber fühlen sich wertig an. Außerdem besitzt das Inline-Remote eine Klammer, mit der es sich einfach am Shirt befestigen lassen kann.

    Kommen wir zu den angesprochenen aufwertenden Kleinigkeiten, die vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen sind. Da wären beispielsweise kleine Gumminoppen an den Außenwänden der Ohrmuscheln, die verhindern, dass die Ohrmuscheln zu stark an den Kopfbügeln knallen. Der Ohrmuscheln selbst sind zudem um 90 ° drehbar, was sich gut für den Transport eignet.

    Ein weiteres kleines, aber feines Feature ist der gebogene Klinken-Stecker am Headset. Wenn dieser an einem Controller, wie dem der PlayStation 4 oder XBOX One, angeschlossen wird, dann sticht er nicht so weit heraus, wie es ein „normaler“ gerader Stecker machen würde, was ebenfalls angenehm ist und als weniger störend empfunden wird.

    Sound

    Die Leistung des Headsets muss sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. Klänge werden klar wiedergegeben und Bässe kommen auch nicht zu kurz. Je nachdem welche Equalizer-Einstellungen gewählt wurden, ergibt sich ein gutes bis sehr gutes Klangerlebnis. Auch das Mikrofon verrichtet seinen Job und man ist klar und deutlich verständlich.

    Durch die geschlossene Bauform der Ohrmuscheln und dem verwendeten weichen Kunstleder mit dicker Polsterung wird das Ohr stark umschlossen, sodass Umgebungsgeräusche bei laufender Musik oder Ingame-Sound nahezu komplett ausgeblendet werden. Das Ganze ohne aktiver Rauschunterdrückung.

    Fazit

    Das Trust GXT 420 Rath hat gute und schlechte Seiten, wobei diese sich schon fast die Waage halten. Die Verarbeitung ist wohl der größte Kritikpunkt am Headset, denn scharfkantige Elemente sollten nicht sein. Die netten kleinen genannten Features werten das Headset natürlich auf, wobei es an manchen Stellen noch ein bisschen mehr hätte sein können. Der angesprochene kurze Arm des Mikrofons hätte ruhig etwas länger sein können. Beim Inline-Remote vermisse ich ein wenig ein Rufannahme- und -ablehnen-Taste. Denn im mobilen Einsatz am Smartphone wäre das ganz praktisch, zumal das Headset als Mulitplattformer beworben wird.

    Schließlich kommt noch der Preis hinzu: aktuell gibt es das Headset für knapp 60 € (UVP) bei wenigen Online-Händlern zu kaufen. Wenn man sich in diesem Preisbereich umschaut, dann ist für das Gebotene beim GXT 420 Rath der Preis vielleicht ein bisschen zu hoch angesetzt. Komplett konnte das Headset nun letztlich nicht überzeugen.

    Gustav Knaub
    Film- und Computerspielbegeisterter, der mit MediaField anfing und damit nun hier im Bereich für Spiele- und Filmtrailer gelandet ist.