Sennheiser GSP 500 – Test/Review

    Einleitung:..

    Unter den Kennern ist die Marke Sennheiser mit Sicherheit ein Begriff. Höchste Ansprüche in allen Ebenenen, dass ist das, was Sennheiser auszeichnet. Ob HiFi, Dj oder eben auch im Gamingsegment, hier bekommt nahezu jeder das passende. Sennheiser hat nun ein neues Gaming Headset auf den Markt gebracht, und zwar das GSP 500 (offen) und das GSP 600 (geschlossen). Wir haben nun das offene GSP 500 für euch im Test. Ob uns das neue GSP 500 überzeugen konnte, erfahrt ihr nun in unserem Test.

    Vielen Dank an Sennheiser für die Bereitstellung des Testmusters.

    Über Sennheiser:..

    Wir gestalten heute die Audiowelt von morgen – das ist der Anspruch, den wir täglich an uns und unser Unternehmen stellen. Diese Vision beschreibt, was wir gemeinsam erreichen wollen. Das Fundament dafür bilden unsere Geschichte, unsere Innovationskultur und unsere Leidenschaft für Exzellenz.

    Guter Klang ist uns nicht gut genug. Unser Streben gilt dem perfekten Sound. Wir wollen Sound lebendig machen. Klänge können uns an weit entfernte Orte versetzen, schlafende Emotionen wecken und sogar unseren Geschmackssinn intensivieren. Wir nehmen sie nicht nur über das Trommelfell, sondern auch über die Haut wahr, und manche Menschen können Klänge sogar sehen. In den Höhen des Schalls – Online-Geschäftsbericht 2013. Deshalb arbeiten wir täglich am perfekten Klang – und eröffnen unseren Kunden die ganze Gefühlswelt des Audio-Universums.

    Datenblatt:..

    • Bauart: Kopfhörer (Over-Ear)
    • Bauform: Kopfbügel
    • Prinzip: offen
    • Mikrofon: Mikrofonarm
    • Schnittstelle: Klinkenstecker (3.5mm)
    • Frequenzbereich: 10Hz-30kHz
    • Impedanz: 28Ω
    • Kabel: 2,5m, einseitig, austauschbar
    • Farbe: schwarz
    • Besonderheiten: Lautstärkeregler
    • Gewicht: 358 Gramm
    • Materialien: Aluminium, Kunstoff

    Verpackung, Unboxing und Lieferumfang:..

    Bilder oder besser gesagt, ein Video sagt mehr aus wie Tausend Worte. Gibt es an dieser Stelle nun ein Unboxingvideo anstelle einer ewig langen Wall of Text. Viel Spaß mit dem Video.

    Design und Verarbeitung:..

    Viele „Gaming“ Headsets zeichnen sich heute durch extravagante Designs, RGB-Beleuchtung und sonstiges unnützen Schnickschnack aus. Vielen Headsets sieht man dass „Gaming“ förmlich an. Da die inneren Werte aber wichtiger sind wie dass Optische, bin ich wirklich froh, dass man dem GSP 500 zwar eine gewisse besondere Form erkennt, aber auf diverse spielerein verzichtet wurde. Matt schwarzes Kunststoff kombiniert mit ein wenig Aluminium und dezenten rot/orange Farbnuancen. Dies wäre eine grobe Zusammenfassung, aber wir werden uns, dass GSP 500 nun noch im Detail anschauen.

    Die Hörmuschel und der Kopfbügel sind aus matten Kunststoff gefertigt, doch das Verbindungselement zwischen Kopfbügel und der Ohrmuschel sind aus einem Stück Aluminium hergestellt. Diese Kombination ist schon sehr edel anzusehen, aber da wir hier von einem Premium Headset sprechen, setzt Sennheiser optisch noch einen oben drauf. Beim Mikrofonarm, den Ohrmuscheln und bei der Kabelanschlussbuchse wurden knallige rot/orange farbige Nuancen gesetzt. Ziemlich starker Auftritt auf dem ersten Blick.

    Der Headsetverstellbügel ist mehrstufig verstellbar und rastet ordentlich ein, damit die eingestellte Position auch eingestellt bleibt. Dank eines innovativen Kopfbügelsystems lässt sich zusätzlich noch die Andruckkraft verändern und sorgt so für einen noch besseren Sitz und bietet so für alle Kopfgrößen ein perfektes Headseterlebnis. An den Seiten befindet sich noch jeweils ein Sennheiser Logo, welches farblich an Aluminium erinnert.

    Die Innenseite beider Ohrmuscheln sind mit einer recht dicken Polsterung ausgestattet, die mit Stoff überzogen sind. Klassisches Over-Ear Design mit Platz für recht große Ohren.

    Zum Abschluss kommen wir noch zu zwei kleineren Dingen. Das Mikrofon ist nicht abnehmbar, lässt sich aber immerhin durch Hochklappen „stumm“ schalten. Die Richtcharakteristik ist hier Bi-directional also eine Acht. Einen Lautstärkenregler gibt es allerdings auch noch, dieser ist aber nicht auf den ersten Blick zu erkennen. An der rechten Ohrmuschel, kann man äußersten Kreis einfach drehen, um die Lautstärke zu verändern.

    Im Großen und Ganzen ein sehr gelungenes Headset, so viel steht schon mal fest. Unser Fazit findet ihr dann am Ende des Tests.

    Tragekomfort:..

    Eine weitere Komponente, die bei Kopfhörern oder auch Headsets neben dem Klang und der Mikrofonqualität sehr wichtig ist, ist der ultimative Tragekomfort. Wenn man sich nun das Datenblatt anschaut und diese mächtigen 358 Gramm sieht, könnte man meinen, dass dies ziemlich schwer und unbequem werden könnte, wenn man das GSP 500 auf dem Kopf hat.

    Soviel zum Thema Datenblatt. Auch wenn das Headset mit seinen 358 Gramm wirklich nicht sehr leicht ist, liegt es sehr angenehme und wenig spürbar auf dem Kopf. Das Headset verfügt über eine sehr weiche Polsterung, welche es dem Anwender so angenehm wie möglich gestaltet. Wir haben in keiner Situation einen wirklich großen Druck auf dem Kopf oder dem Ohr vernehmen können. Einzig und alleine, wenn man die beiden Verstellmöglichkeiten nach außen schiebt, merkt man, wie es langsam aber sicher unangenehm wird. Aber auch hier sei gesagt, je nach Kopfform ist dieses Feature mehr als nur durchdacht. Habt ihr einen etwas größeren Kopf, lasst ihr diese Schiebregler auf locker und sollte euch das Headset zu locker auf dem Kopf sitzen, könnt hier bequem die perfekte Position festlegen.

    Auch am Wochenende bei einer Privaten Rainbow Six Siege Suchtnacht, wo durchaus mal 6-8 Stunden am Stück gezockt wurde, hatte ich nie das Gefühl, dass das Headset zu sehr drückt, nein es war eher sehr locker flockig.

    Die Ohrpolster sind ja wie oben schon beschrieben mit einem Stoff überzogen und nicht aus Kunstleder, was ich persönlich als Brillenträger sehr begrüße. Denn Kunstleder neigt gerne mal dazu Risse zu bekommen.

    All diese Materialien und Einstellmöglichkeiten haben sehr viel Potenzial und hat durchaus Freude bereitet. Ein so bequemes Headset hatte ich bisher selten.

    Soundqualität:..

    Hinweis: Es sollte euch bewusst sein, dass unser Test auf rein subjektiver Basis geschieht und ihr das berücksichtigen solltet. Jeder von uns und auch euch nimmt Geräusche unterschiedlich wahr und bestimmt, was für einen selbst als angenehm oder unangenehm gilt.

    Test Spiele: In diesem Testparkour musste sich das neue Sennheiser GSP 500 einer kleinen Anzahl an Spiele stellen. Wir haben mit dem Sennheiser GSP 500, Battlefield 1, Call of Duty WW2, Fortnite, F1 2017, PUBG und Quake Champions angezockt.

    Wenn man Ego-Shooter auf einem hohen Niveau spielt, dann darf ein gutes Headset oder gute Kopfhörer nicht fehlen, denn nur so wird sichergestellt, dass man die Gegner perfekt orten kann. Daher sind wir nun sehr gespannt, wie sich das Sennheiser GSP 500 schlagen wird.

    Nach dem wir direkt mit PUBG gestartet haben, mussten wir erst mal ein wenig die Einstellungen verändern, denn es war alles ein wenig leise im Vergleich zum bisher verwendeten Headset. Aber wer hier nun denkt, dass dies ein negativer Punkt ist, der irrt sich. Denn letzten Endes ist jedes Mikro und auch jeder verbaute Treiber im Kopfhörer anders. Hier kommt man eigentlich selten daran vorbei, gewisse Einstellungen zu verändern.

    Nach den ganzen Settings, die wir angepasst haben, muss man nun aber sagen, dass man sich voll und ganz auf sein Gehör verlassen kann, denn es fällt einem wirklich sehr leicht, die Gegner anhand der Laufbewegegungen oder von Schussgeräuschen, so wie Nachladen ausfindig zu machen.

    Der Bass verhält sich recht solide und ist nicht zu ausgeprägt. Sicherlich könnte dieser bei Spielen wie Battlefield 1 oder Call of Duty World War II durchaus deftiger sein, aber gerade in Spielen wie PUBG ist es einfach perfekt. Aber auch hier ist dies immer im Auge des Betrachters. Jeder empfindet solche Dinger anders, daher gibt es kaum ein Headset oder Kopfhörer, der für jeden geeignet ist.

    Test Musik: Bei unserem Musiktest haben wir bewusst auf verschiedene Formate zurückgegriffen. Die Mehrheit liegt hier bei MP3, da dies das Format ist, welches am meisten verbreitet ist. Zum anderen haben wir uns einige .flac Titel zum Testen parat gelegt. Wir haben von Metal über Rock, bis hin zu Trance, Techno, Goa/Psy ziemlich viele verschiedene Musikgenres abgedeckt.

    Am Ende hat sich hier auch wieder gezeigt, das der Bass ein wenig ausgeprägter sein könnte, aber das Hauptaugenmerkmal liegt, halt beim Gaming. Daher ist der Bass daher noch im angemessenen Rahmen, mit ein paar Einstellungen seitens der Soundkarte oder in einem Player wie AIMP, kann man hier gut und gerne noch recht viel Bass herausholen, ohne das es am Ende schlecht klingt.

    Aber fernab von dem Bass, ist es ein Genuss mit den GSP 500 Musik zu hören, die Höhen und mittleren Töne klingen einfach nahezu perfekt. Hier hat man sich bei Sennheiser wirklich viel Mühe gegeben, um ein ordentliches Produkt abzuliefern. Challenge bestanden.

    Mikrofonqualität:..

    Es gibt noch eine weitere Eigenschaft, die bei einem Headset sehr wichtig ist. Und zwar trifft diese Eigenschaft zu, wenn man nicht alleine spielt. Die Rede ist natürlich von dem Mikrofon. Bei einem ordentlichen Headset erwartet man auch ein gutes Mikrofon, doch hier wird man bei vielen Herstellern meistens eher enttäuscht.

    Da Sennheiser hier allerdings mit einem Noise-Canceling-Mikrofon in Broadcast-Qualität wirbt, erwarten wir hier ein Mikrofon, was eine ordentliche Performance haben wird. Performance in Form von guter kristallklarer Kommunikation. Da ich ein recht lautes Organ habe, sind hier viele Mikrofone immer etwas überfordert, um so spannender, wie sich das GSP 500 hier schlagen wird.

    Bei einer kleinen kurzen Spielesession in PUBG und Rainbow Six Siege, kamen alle Sprachbefehle präzise und sauber bei meinen Mitspielern an. Dies betrifft sowohl Discord wie auch Teamspeak 3, auch wenn hier bei Discord das Ganze noch etwas klarer wirkte. Das GSP 500 hat ein Mikrofon, welches sich definitiv nicht verstecken muss, hier habe ich schon weitaus schlimmeres erlebt.

    Aber auch hier gilt, ein Kondensatormikrofon ist besser, bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass man wesentlich mehr Geld investieren muss. Wer nun nicht gerade als Youtubesänger oder professioneller Streamer durchstarten möchte, für den wird das GSP 500 Mikrofon mehr als ausreichend sein.

    Fazit:..

    Das Neue Sennheiser GSP 500 vereint sowohl dezentes und edles Design, Technik und dem Gewissen etwas. Das Design ist modern und kann dank der hochwertigen Materialien vollstens überzeugen. Bei der Verarbeitung trumpft Sennheiser auch wieder und trifft voll in das Bullseye. Hier gibt es keine scharfen Kanten oder Sonstiges, was wir an dieser Stelle bemängeln könnten. Ein guter Mix aus all diesen Punkten wurde hier seitens Sennheiser erschaffen.

    Das Mikrofon überträgt die Stimme perfekt ohne Surren oder Hall. Gegen ein Kondensator Mikrofon kommt es zwar nicht heran, aber für ein Headset ist das Ergebnis schon mehr als ordentlich. Bei einem Preis von 229 Euro kann man als Kunde aber auch ehrlich etwas Vernünftiges erwarten.

    Und das bekommt der Kunde auch, ein solides Headset mit gutem Klang und einem sehr guten Mikrofon. Abstriche muss man lediglich beim Bass machen. Da der Trend aber eher dahin geht, dass man die Höhen und mittleren Töne besser heraushören muss, eigentlich wiederum ein logischer Schritt, den man hier bei Sennheiser gegangen ist.

    Kurz zusammengefasst, eine nahezu perfektes Gaming-Headset ohne viel schnick Schnack, den eh kein Mensch braucht.

    Patrick Heinemann
    Nun bin ich knapp drei Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Managment. Online treibe ich mein Unwesen unter dem Pseudonym "[DDoS]Dr. Radical, eXilitY oder gerne mal auch als RaketenJohnny"