SanDisk Extreme Pro 240GB – Test / Review

    SSD?!

    Ein Solid-State-Drive bzw. eine Solid-State-Disk (kurz SSD), seltener auch Halbleiterlaufwerk genannt, ist ein nichtflüchtiges elektronisches Speichermedium der Computertechnik. Die Bauform und die elektrischen Anschlüsse können, müssen aber nicht den Normen für Laufwerke mit magnetischen oder optischen Speicherplatten entsprechen. So können Solid-State-Drives auch als PCIe-Steckkarte ausgeführt sein. Die Bezeichnung „Drive“ (englisch für Laufwerk) bezieht sich auf die bei Computern übliche Definition als Speichermedium. Es handelt sich nicht um Laufwerke im ursprünglichen Sinn, bewegliche Teile sind nicht enthalten.

    Durch das Fehlen beweglicher Bauteile sind Solid-State-Drive gegenüber herkömmlichen Laufwerken mechanisch wesentlich robuster, haben sehr kurze Zugriffszeiten und erzeugen keine Geräusche. Im Vergleich zu konventionellen Festplatten gleicher Kapazität sind sie um den Faktor 5 bis 10 teurer. Trotz der mechanischen Robustheit können auch SSDs ausfallen oder Systemfehler verursachen. Ursache ist meist ein Fehler im verwendeten Controller oder in der Firmware. Insbesondere neuere Modelle kommen immer wieder mit unausgereifter Firmware auf den Markt, welche im Verlauf der Marktpräsenz durch Firmware-Updates nachgebessert wird.

    Zudem variiert die Qualität des verbauten NAND-Flashs. Neben der in die „Klasse 1“ eingestuften NAND-Flash wird auch als „Klasse 2“ eingestufter NAND-Flash in SSDs verbaut. Der SSD-Hersteller OWC hat bei einer Stichprobe von SSDs seines Konkurrenten OCZ sogar „Off-spec“-NAND in der SSD gefunden, das heißt Bauteile, deren Eigenschaften nicht innerhalb der Spezifikation liegen. Das sind Chips, die eigentlich die Qualitätssicherung für den Einsatz in SSDs laut NAND-Hersteller nicht bestanden haben. Andere Hersteller wiederum, wie z. B. Samsung in der 840-SSD-Serie, setzen seit neustem auch auf TLC-NAND-Speicherzellen. TLC (engl. triple-level cell, dt. dreistufige Speicherzellen) hat im Vergleich zu SLC (engl. single-level cell) weitere Spannungslevel, wodurch noch mehr Daten pro Speicherzelle gespeichert werden können. Aufgrund der kleineren Abstände zwischen diesen Stufen und der daraus resultierenden Schwierigkeit, diese Level stets korrekt auszulesen, nimmt die Lebensdauer der Speicherzellen allerdings mit zunehmender Bit-Anzahl ab. Dem versuchen die Hersteller durch Anpassung der Fertigungstechnik entgegen zu wirken (z. B. 3D-V-NAND-Technik).

    (Quelle: Wikipedia)

    Verpackung / Zubehör

    Die Verpackung macht auf den ersten Blick ein sehr guten und edlen aber dezenten Eindruck. Auf der Vorderseite sieht man neben der Modelbezeichnung und der Speichergröße noch die SSD selbst. Zusätzlich ist der Hinweis der Datenübertragungsgeschwindigkeiten vermerkt. In dem Fall der SanDisk Extreme Pro sind die bis zu 550mb/s Lese- und bis zu 520mb/s Schreibgeschwindigkeit. Auf der Rückseite wird darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Speicher nicht exakt 240gb beträgt, denn 1GB = 1024mb. Darüber hinaus gibt es noch den Infotext, der wie folgt ist: „Laden und führen Sie die grafikintensivsten Anwendungen und Spiele mit blitzschneller Geschwindigkeit aus.

    Nachdem man nun die Verpackung öffnet und den Inhalt herauszieht, fallen einem zuerst 2 dünne Plastikrahmen, die oberhalb der SSD sind auf, zu diesen kommen wir gleich noch näher zu sprechen. Sobald man die Rahmen entnommen hat, hat man auch schon die schicke SanDisk Extrem Pro 240GB in der Hand, auf dieser ist neben dem SanDisk Logo noch die SSD Serie aufgeklebt. Schrauben legt SanDisk leider keine dazu, aber die sollte man ohnehin vorrätig haben, da diese Teil des Gehäuses sein sollten. Kommen wir noch kurz auf den Rahmen zu sprechen, dieser hat auf der Rückseite ein doppelseitiges Klebeband, mit dem man, je nachdem wie man die SSD im Gehäuse einbaut, die Anschlüsse der Pins mit diesen Rahmen jeweils extra schützen kann.

    Das Handbuch wird in stolzen 12 Sprachen beigelegt, eine bebilderte Anleitung ist diese aber nicht. Hier gibt es in erster Linie Hinweise, wie man mit einer SSD sachgemäß umgeht. Darüber hinaus gibt es einen kleinen Zettel, der euch darauf aufmerksam macht, das Produkt bei SanDisk zu registrieren, um die Garantie zu aktivieren, und um bei einem Problemfall diesen schneller zu bearbeiten. Auch gibt es den Hinweis zum neuen Dashboard, dies ist eine Software, mit der ihr die Firmware eurer SSD auf den neuesten Stand bringen könnt. Dies solltet ihr auch direkt machen, denn in unserem Fall konnten wir beide SSD’s updaten.

     

     

    Technische Details:

    Sie möchten gerne wissen, was sich im Innenleben einer SSD abspielt? Im Folgenden erfahren Sie, auf welche Weise Ihnen die SanDisk Extreme PRO SSD eine so außergewöhnliche Spieleperformance bieten kann.

    • Innovative nCache™ Pro-Technologie bietet konsistente hohe Performance rund um die Uhr, an allen Tagen im Jahr
    • Over-Provisioning und Übertaktung bieten schnellere Leistung und langfristige Haltbarkeit
    • Einzigartiges mehrstufiges Caching über drei Speicher-Layer von SanDisk optimiert Schreibperformance und Reaktionsfähigkeit
    • SanDisk SATA SSDs sind mit NAND-Speicher der höchsten Qualität ausgerüstet
    • TRIM-Support und Background Garbage Collection geben laufend nicht zugewiesene Blöcke wieder frei, die zuvor von Daten belegt waren. Das verringert Latenzzeiten und steigert die Leistung
    • Thermal Throttling schützt kritische SSD-Bestandteile vor extrem hohen Temperaturen, um Datenintegrität zu gewährleisten
    • SanDisk Dashboard umfasst S.M.A.R.T., das den Zustand Ihres SSD in Echtzeit überwacht, um Datenverluste zu vermeiden

    SanDisk Spezifikationen

     

    Testsystem:

    Prozessor: Intel i7 6700K
    Mainboard: MSI Z170A Gaming Pro Carbon
    Grafikkarte: ZOTAC GTX 970 AMP! Omega Core Edition
    Arbeitsspeicher: Kingston Value 8GB 2400Mhz
    SSD: 2x SanDisk Extreme Pro 240GB
    HDD: Toshiba P300 1TB
    Netzteil: Enermax PlatiMax 1700W
    Gehäuse: Fractal Design Define S -Window-
    OS: Windows 10 Pro

    Gehäusebelüftung:

    •oben: 2x Noctua NF-P14s Redux 900
    •vorne: 3x Noctua NF-P14s Redux 1200
    •hinten: 1x Noctua NF-P14s Redux 1200

    Software:

    Die SanDisk Toolbox wurde mit der Einführung der Extreme Pro einer Überarbeitung unterzogen. Denn in Zukunft wird das Dashboard alle Aufgaben auf Softwareebene erledigen. Hier kann der Nutzer sich nicht nur über den Zustand seiner SSD informieren, sondern kann direkt im Dashboard ein Update der Firmware durchführen und das mit wenigen Klicks. Auch kann der Nutzer über das Dashboard die komplette SSD löschen lassen. Ein nettes Zusatzfeature ist die Möglichkeit, direkt über das Dashboard einen Virenscan auszuführen. Aber das ist noch nicht alles, denn auch steht dem Nutzer eine Laufwerk-Cloningsoftware zur Seite. Eines der wohl interessantesten Features ist „LoJack“, mit dem ihr euer Gerät lokalisieren könnt, falls euch z.B. euer Notebook gestohlen wird.

    Leistung / Benchmarks:

    In den nachfolgenden Benchmarks werden wir die SanDisk Extreme Pro durch einige der bekanntesten Benchmarks Tools jagen, um festzustellen, was die Extreme Pro auf dem Kasten hat. Laut Hersteller erreicht die SSD bis 550mb/s beim Lesen und bis zu 520mb/s im Schreiben. Doch wie nah kommt man an diese Werksangaben heran?

    AS SSD:
    Das Benchmark-Tool AS SSD Benchmark bietet verschiedene Funktionen und Tests, um Solid State Drives (SSD-Festplatten) auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Programm verfügt über sechs synthetische Tests sowie drei Kopier-Tests, die allesamt ohne Nutzung des Betriebssytem-Caches durchgeführt werden. Am Ende eines jeden Tests stehen mehrere Werte, die Auskunft über die Lese- und Schreibgeschwindigkeit sowie die Gesamtperformance und die Zugriffszeiten geben. Um diese Werte ausgeben zu können, ermittelt AS SSD Benchmark beispielsweise die Schreibperformance mittels eines Schreibzugrifftests, der zahlreiche Schreiboperationen und Kopiertests durchführt. Zudem wird auch die 4k- und die 4k-64Thrd-Leserate in den Tests berücksichtigt. Darüber hinaus führt das Tool einen Kompressionstest durch und gibt die Ergebnisse in Form einer Grafik aus. Für herkömmliche Festplatten ist das Tool nicht geeignet.

    ATTO:
    „ATTO Disk Benchmark“ misst die Lese- und Schreibgeschwindigkeit Ihrer Festplatten.
    „ATTO Disk Benchmark“ ist zwar schon etwas betagt, gehört dennoch zu den populärsten Festplatten-Benchmark-Programmen, die kostenlos angeboten werden.
    Die Freeware misst speziell die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten Ihrer Festplatten. Mit den ermittelten Werten kann dann die Performance Ihrer Festplatte eingeschätzt werden. Das macht Sinn, wenn Sie gebrauchte Festplatten oder einen ganzen Computer erwerben und ihn erst einmal auf seine Leistungsfähigkeit untersuchen wollen. Es lassen sich genaue Einstellungen zu verschiedenen Parameter vornehmen. Die gemessenen Ergebnisse werden übersichtlich in einer Grafik dargestellt.

    Crystal Disk Mark:
    CrystalDiskMark testet die Lese- und Schreibgeschwindigkeit Ihrer Festplatten anhand dreier Testverfahren.
    Um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen, schreibt und liest das kostenlose Tool in der Größe variierbare Datenblöcke von vier und 512 Kilobyte umfassenden Einheiten. Die gemessenen Werte führen zu einem Testergebnis, das Sie bei Bedarf in Textform in andere Anwendungen einfügen können.Wer will, kann CrystalDiskMark dank mitgelieferter Skins einen anderen Anstrich verpassen.

    H2 Testw:
    Mit H2testw kann man die Integrität und weitere Parameter von USB-Sticks beziehungsweise Flash Drives überprüfen. Es eignet sich aber auch für beliebige andere Datenträger wie Speicherkarten, interne und externe Festplatten und Netzwerklaufwerke. Ist der Memory-Stick, der gerade als Daten-Rettungsboot dienen soll, beschädigt? Funktionieren die modernen Terabyte-Festplatten, auf denen man die eigenen Downloads speichert, mit dem System, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat? Das und mehr lässt sich mit dem kleinen Test-Tool herausfinden.

    HD Tune:
    Die Freeware „HD Tune“ optimiert und verwaltet Ihre Festplatte samt Leistungsmerkmalen. Sie möchten mehr über die Leistung Ihrer Festplatte (SSD Festplatten werden ebenfalls unterstützt) wissen und sie gegebenenfalls tunen – das Gratis-Tool „HD Tune“ kommt Ihnen dabei entgegen. Die Freeware zeigt Ihnen auf dem Reiter „Benchmark“ die minimale, maximale sowie durchschnittliche Datentransferrate an. Zudem scannt das Tool die Festplatte nach beschädigten Dateien – wahlweise im sorgfältigen, dafür langwierigen Prozess oder im Schnelldurchlauf. Nettes Gimmick: Das kleine Thermometer liefert Ihnen die aktuelle Temperatur.

    PC Mark 8:
    Mit PCMark 8 prüfen Sie kostenlos die Leistung Ihres Windows-PCs, Notebooks oder Tablets. Mit PCMark bieten die finnischen Futuremark Studios seit Jahren eine der umfangreichsten Benchmarking-Suiten für PC-Systeme zum Download an. Wollen Sie die Leistungsfähigkeit Ihres PC- oder Notebook-Systems genau erfassen, brauchen Sie solch einen unabhängigen Benchmark-Test. Auch IT-Unternehmen und Redaktionen nutzen PCMark um vergleichbare Aussagen über die Leistungsfähigkeit von Hardware-Komponenten geben zu können.

    Die neueste Version PCMark 8 läuft nur noch auf Rechnern mit Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1 als Betriebssystem und hat auch für Nutzer der kostenlosen Free-Variante zahlreiche Benchmark-Tests auf Lager. PCMark 8 wurde so angelegt, dass Sie möglichst viele verschiedene Systeme benchmarken können. Sei es Tablet, Notebook, PC oder Ultrabook. In den drei großen Einzeltest-Sparten Home, Creative und Work schicken Sie Ihr System durch spezielle Test-Einstellungen.

     

    Fazit:

    Die SanDisk kann durchaus überzeugen, die Leistung ist sehr gut auch wenn die Iops im Vergleich zu anderen Modellen etwas abgeschlagen ist. Dies merkt man aber erst, wenn die SSD unter Dauerlast steht. Im allgemeinen Betrieb merkt man dies nicht. Ein großen Unterschied hat allerdings das Upgraden der Firmware bewirkt, alle Werte sind leicht gestiegen und waren auch stabiler in den Benchmarks als zuvor. Wer sich also entscheidet die SanDisk Extreme Pro zu kaufen, sollte in jedem Fall als erstes ein Firmware Update durchführen. Wer also eine gute und schnelle SSD für schmales Geld sucht, macht mit der SanDisk Extreme Pro nicht viel falsch.

    Wie sich die SSD im Raid 0 und Raid 1 schlagen wird, testen wir zu einem späteren Zeitpunkt. Der Preis von ca 90€ ist völlig akzeptabel.

    Wertung 4 stern

    Patrick Heinemann
    Nun bin ich knapp drei Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Managment. Online treibe ich mein Unwesen unter dem Pseudonym "[DDoS]Dr. Radical oder gerne mal auch als RaketenJohnny"