Razer Nari – Test / Review

    Einleitung:..

    Der Hersteller Razer ist einer der Firmen, welche im Gamingsegment nicht mehr wegzudenken sind, so ist es auch kein Wunder, dass es von Zeit zu Zeit neue Produkte gibt. Einer der neuesten Kreationen aus dem Hause Razer ist die Nari-Familie, welche in drei Ausführung auf den Markt gebracht wurde. Das Nari Essential für 99 Euro, Nari für 149 Euro und das Top-Modell Nari Ultimate mit HyperSense für stolze 199 Euro.

    Wir durften das Nari für 149 Euro nun ausgiebig testen und bedanken uns bei Razer für die Bereitstellung des Wireless Gaming Headsets.

    Über Razer:..

    Razer ist einer der weltweit führenden Hersteller für Gaming Peripherie, welche unter dem Motto „For Gamers by Gamers“ beworben wird. Die Produktpalette wird aktuell runderneuert und so bringt man nach und nach die „Chroma-Edition“ auf den Markt. Welche unter anderem mit RGB punkten kann, doch was steckt noch unter der Haube außer der neuen RGB-Beleuchtung? Dies finden wir in unserer Orbweaver Chroma Review für euch heraus.

    Technische Details:..

    THX Spatial Audio
    Ohrpolster mit Kältegel
    Spiel/Chat-Balance
    Latenzfreie kabellose Performance
    Powered by Razer Chroma

    Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
    Impedanz: 32Ω bei 1 kHz
    Empfindlichkeit (bei 1 kHz): 107 ± 3 dB
    Eingangsleistung: 30 mW (Max)
    Treiber: 50 mm, mit Neodymmagneten
    Innerer Ohrmuschel-Durchmesser: Breite 56 mm / Länge 67 mm
    Ovale Ohrpolster: Vollständige Abdeckung des Ohrs, langer Tragekomfort dank Kühlgel
    Verbindungstyp: Kabelloser USB-Sender-Empfänger / 3,5-mm-Analog-Anschluss
    Kabellose Reichweite: 12 m
    Kabellose Frequenz: 2,4 GHz
    Analog-Verbindung: 4-polig
    Akku-Laufzeit: Bis zu 14 Stunden mit Razer Chroma-Beleuchtung / 20 Stunden ohne Razer Chroma-Beleuchtung

    Frequenzgang: 100 Hz – 6,5 kHz
    Rauschabstand: >50 dB
    Empfindlichkeit (bei 1 kHz): -42 ± 3 dB
    Aufnahmemuster: Unidirektional (aus einer Richtung)

    Testplattform:..

    • OS: Windows 10 Pro – 64-bit
    • CASE: Thermaltake Core X71
    • PSU: bequiet! Dark Power Pro 11 750W
    • MOB: MSI Z370 Gaming M5
    • CPU: Intel Core i7-8700K @5Ghz (Delid)
    • GPU: KFA2 GTX 1080 Ti EXOC @2102Mhz
    • RAM: Apacer Blade 32GB DDR4-3600 CL16
    • M.2: Samsung 960 EVO @System
    • SSD: Crucial MX500 1TB @Gamez
    • HDD: Western Digital Black 6TB @Filez
    • Audio: Creative Sound Blaster ZxR

    Verpackung und Lieferumfang:..

    Der Hersteller Razer liefert das neue Nari in einer schwarz/grünen Verpackung aus, also in den typischen Razerfarben. Auf der Vorderseite der Verpackung sieht man oben rechts das giftgrüne Razerlogo. Oben links gibt es einen ersten Featurehinweis, nämlich dem THX Spatial Audio Support. Mittig gibt es einen seitlichen Abdruck vom neuen Razer Nari Headset. Unten in der rechten Ecke gibt es den Razer Chroma Hinweis, denn das Headset leuchtet an der Seite. Vorweg sei aber jetzt schon gesagt, dass dies ordentlich Akku zieht. Kommen wir dann noch zur unteren linken Ecke, denn hier befindet sich der Name des Produktes, sowie den Zusatz, dass es sich hierbei um ein Wireless Gaming Headset handelt. Kompatibel ist das Razer Nari mit dem PC, MAC, PS4, Switch, XBOX One und mobilen Geräten.

    Auf der Rückseite bekommt man direkt einen tieferen Einblick in die verbaute Technik vom neuen Nari. Hauptsächlich geht der Hersteller Razer auf den verbauten Treiber ein, welcher THX Spatial Audio zertifiziert ist. Ansonsten geht man noch auf diverse andere Dinge ein, wie zum Beispiel die Razer Chroma Beleuchtung, den 2.4GHz Wireless Audio Adapter, das Gelkühlkissen unterhalb des Stoffes der Hörmuschel und so weiter.

    Nachdem wir nun die Verpackung vom neuen Razer Nari geöffnet haben, bekommt man direkt einen ersten Blick auf das doch scheinbar sehr groß dimensionierte Headset geboten. Unten ist eine kleine Abdeckung aus Pappe mit dem Schriftzug „For Games. By Gamers.“ und unterhalb dieser Abdeckung befinden sich zwei Kabel und die Bedienungsanleitung. Wer sich nun fragt, wo denn der USB Empfänger geblieben ist, den zeigen wir euch später, denn dieser ist geschickt im Headset eingearbeitet und lässt sich kinderleicht herausnehmen. Die Anleitung ist gut bebildert und ist in Englisch abgedruckt.

    Design und Verarbeitung:..

    Das Razer Nari wird nahezu komplett aus hochwertigen Kunststoff gefertigt. Eine Ausnahme bildet hier der Kopfbügel. Einen klassischen Verstellbügel gibt es beim Nari nicht, hier hat sich Razer etwas einfallen lassen, denn der Kopfbügel aus Metall stellt schon die maximale Einstellung dar. Der innere Kopfbügel, samt weichen Stoffbezug bietet hier eine stufenlose Verstellung direkt beim Aufsetzen. Sprich, wenn ihr das Headset aufsetzt, passt sich dieser Bereich direkt an. Dieser innere Bereich wird je Seite von zwei Stahlseilen gehalten und lässt auch einen nicht allzugroßen Verstellbereich zur Verfügung. Gemessen von der niedrigsten bis zur maximalen Einstellung liegen knapp 35 mm.

    Das Kunststoff ist klassisch im schwarzen Matt gehalten, so wie es aktuell fast überall üblich ist. Dies sind nicht nur besonders schick aus, sondern lässt es auch direkt viel hochwertiger aussehen. Selbst der Metallbügel ist eher matt gehalten. Der einzige Bereich welcher sich minimal absetzen kann, ist das Netzgitter an der Außenseite von der Ohrmuschel, denn das Gitter ist leicht glänzend

    Eine Kombination aus Kunstleder und Stoff, soll für einen perfekten Tragekomfort sorgen. So ist der innere Kopfbügel oberhalb mit Kunstleder und die unterhalb mir Stoff bezogen. Diese Art der Kombination spiegelt sich auch bei den Hörmuscheln wieder. Der seitliche Bereich ist im weichen Kunstleder gehalten und der Bereich, welcher am Ende direkt am Kopf anliegt ist wieder mit Stoff bezogen. Finde ich persönlich sehr gut gelöst. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass dies nicht ohne Grund so gebaut wurde, denn unter dem Stoff befindet sich ein Gelstreifen, welcher dafür sorgen soll, dass man immer einen kühlen Kopf bewahrt. Denn jeder Gamer hat dies schon mal erlebt, dass es nach ein paar Stunden doch recht warm werden kann unter einem Headset.

    Doch hier ist noch lange nicht Schluss. Unterhalb der rechten Ohrmuschel befindet sich ein Lautstärkeregler und der herausnehmbare USB-Adapter. Bei der linken Ohrmuschel wirkt es schon fast überladen, denn hier befinden sich alle weitere Funktionen vom Razer Nari. Hier kann man das Mikrofon stumm schalten, einen Regler mit dem ihr die Balance zwischen Game und Voicetool bestimmen könnt, natürlich den Ein/Aus-Schalter. Darüber hinaus gibt es einen micro-USB Anschluss zum Aufladen und einen Klinkenanschluss. Ihr fragt euch, wieso hat ein Wireless Headset ein Klinkenanschluss, dass ist sehr leicht erklärt, denn man kann das Razer Nari auch per Kabel betreiben.

    Tragekomfort:..

    Das neue Razer Nari sieht nicht nur wuchtig aus, sondern ist es vom Gewicht her auch. Stolze 403 Gramm haben wir ohne Kabel mit der Waage gewogen. Sicherlich kein Leichtgewicht unter den Headsets, auch für ein Wireless Modell ziemlich schwer. Doch keine Sorge, dies ist kaum zu spüren. Das Headset sitzt sehr leicht und extrem komfortabel auf. Auch mehrere Stunden mit dem Razer Nari haben sich bemerkbar gemacht. Aufgrund des hohen Gewichtes hätte ich dies nun wirklich anders erwartet, denn ich hatte schon leichtere Kopfhörer die man deutlich mehr gespürt hat.

    Dank der Kombination aus Kunstleder und Stoff, wobei der Stoffbereich die aufliegende Fläche bestimmt bietet viele Vorteile. Zum einen ist es sehr gut für Brillenträger mit Metallrahmen geeignet und zum anderen ist es im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt. Abgerundet wird das Ganze noch mit dem Gelstreifen unterhalb des Stoffes, den kühlenden Effekt spürt man direkt nachdem aufsetzen. Der Effekt lässt allerdings mit der Zeit auch nach, und dennoch hat man das Gefühl, dass es nicht so warm wird wie mit anderen Kopfhörern.

    Den Tragekomfort habe ich mir in vieler Hinsicht schlimmer vorgestellt, alleine schon durch den nicht mehr klassischen Verstellbügel, doch Razer hat hier eine super Alternative gefunden, die das Ganze auch ziemlich überflüssig macht. Auch nach 8 Stunden intensiver Nutzung am Wochenende muss ich sagen, das man trotz der über 400 Gramm kaum merkt das man hier ein Wireless Headset samt Akku auf dem Kopf trägt. Chapeu an Razer für diese schon fast Meisterhafte Ingeneurskunst. Genug geschmeichel, denn es gibt auch etwas negatives zu berichten, der aber eher zu vernachlässigen ist. Ich habe ja bereits erwähnt, dass man das Razer Nari auch über einen 3,5mm Klinkenanschluss betreiben kann, doch da frage ich mich, wieso zur Hölle ist das Kabel so kurz. Wir haben schon eine externe Steuereinheit bei der Creative Sound Blaster ZxR dabei, welche dies schon einfacher macht, aber selbst so, finde ich das Kabel viel zu kurz geraten. Hier könnten es gut und gerne 50cm mehr sein. Aber da es sich hierbei in Erster Linie um ein Wireless Gerät handelt, werde ich diesen Punkt nicht zu stark in die Wertung einfließen lassen.

    Soundqualität:..

    Hinweis: Es sollte euch bewusst sein, dass unser Test auf rein subjektiver Basis geschieht und ihr das berücksichtigen solltet. Jeder von uns und auch euch nimmt Geräusche unterschiedlich wahr und bestimmt, was für einen selbst als angenehm oder unangenehm gilt.

    In diesem Abschnitt der Review gehen wir ein wenig auf die Klangqualität der verbauten Treiber ein. Wir haben mit dem Razer Nari eine kleine Auswahl an Games angezockt um uns hier ein Bild vom Wireless Gaming Headset zu verschaffen. Wir haben uns hier das aktuell Call of Duty Black Ops 4 im Multiplayer, sowie im Blackout Modus angeschaut. Darüber hinaus haben wir F1 2018, PUBG, Quake Champions, Strange Brigade, The Crew 2, The Division und die Early Access Version von World War III zur Seite geholt.

    Bevor wir nun detailliert auf diesen Bereich eingehen werden, wollen wir noch darauf hinweisen, dass wir das Nari und nicht das Nari Ultimate testen. Falls sich hier Leute fragen sollten, wieso man nicht auf das HyperSense-Feature eingeht. Das Nari gibt es in drei Ausführungen. Nari Essential, ohne HyperSense und ohne Beleuchtung. Das Nari, welches wir aktuell hier im Test haben, ohne HyperSense, aber mit Beleuchtung. Und dann gibt es noch das Flagschiff Nari Ultimate, welches über HyperSense verfügt und natürlich ebenfalls mit der Beleuchtung daherkommt.

    Wenn man Spiele auf einem hohen Niveau spielt, dann darf ein gutes Headset oder gute Kopfhörer nicht fehlen, denn nur so wird sichergestellt, dass man die Gegner perfekt orten kann. Daher sind wir nun sehr gespannt, wie sich das neue Razer Nari schlagen wird.

    Gerade in Shootern ist es enorm wichtig die perfekte Balance zwischen Höhen, mittleren Tönen und dem Bass zu haben, denn zum einen möchte man seine Gegner so früh wie möglich hören und zum anderen möchte man auch nicht auf einen etwas knackigeren Bass verzichten. Also muss das Headset perfekt ausgewogen sein, damit diese Faktoren zutreffen.

    Die Höhen und Mitten sind klingen sehr gut eingestellt, denn die Gegner recht schnell und leicht zu orten, und wir hatten nie das Gefühl planlos auf der Map zu stehen und nicht zu wissen, wo die Gegner gerade umherlaufen. Der Sound ist dabei schon nahezu glasklar und der Facto Wireless spürt man nicht, denn es kommt alles an, wie es auch sein soll.

    Der Bass ist bei Spielen durchaus spürbar, allerdings könnte es noch ein wenig mehr sein. Hier ist immer nur fraglich ob mehr, dann auch noch vom Klang her klar übermittelt wird. Denn jeder Treiber der verbaut wird, kann nur einen gewissen Wert wiedergeben. Im Großen und Ganzen ist der Bass in Ordnung, doch wenn man mehr gewohnt ist, dann ist dies immer schade, wenn man Kopfhörer auf hat, die nicht an solch ein Erlebnis herankommen.

    Mikrofonqualität:..

    Wenn man oft im Team spielt, gibt es neben dem perfekten Klang noch eine weitere Eigenschaft eines Headsets, welche sehr wichtig ist. Die Rede ist selbstverständlich vom Mikrofon. Bei einem ordentlichen Headset erwartet man auch ein gutes Mikrofon, doch hier wird man bei vielen Herstellern eher enttäuscht. Hier greife ich immer auf ein Kondensator Mikrofon zurück, da das Razer Nari aber mit einem Mikrofon ausgestattet wurde, müssen wir dies auch testen.

    Bei einem Preis von 149 Euro kann man hier mit Sicherheit schon ein Mikrofon erwarten, was nun nicht in einer Vollkatastrophe endet und so ist es dann auch. Auch wenn ich dank meiner sehr lauten und kräftigen Stimme ein wenig mit Voicemeter herumexperimentieren musste, so habe ich am Ende doch eine Einstellung gefunden, die für mich passend ist. Meine Mitspieler haben mich klar und deutlich verstanden und es wurden keinerlei Befehle verschluckt.

    Solltet ihr also mal Probleme mit einem Mikrofon haben, nicht direkt den Kopf in Sand stecken und auf kostenlose Tools wie Voicemeter in Kombination mit VB-Cable zurückgreifen. Es gibt kein Mikrofon zum erschwinglichen Preis, welches für jeden Menschen passend ist.

    Fazit:..

    Kommen wir nun als zum Ende unserer Review und schließen das ganze mit einem Fazit ab. Das neue Razer Nari Wireless Gaming Headset ist ein richtig gutes Produkt geworden. Die Verarbeitung lässt nicht zu wünschen übrig, hier wurde die perfekte Balance zwischen den verwendeten Materialien gefunden um ein erstklassiges Produkt auf den Markt zu bringen.

    Auch wenn das Nari mit Rund 403 Gramm sehr schwer ist, hat es Razer geschafft, diese hohe Zahl im Keim zu ersticken, denn von den 403 Gramm merkt man nichts auf dem Kopf. Das Headset schmiegt sich perfekt der Kopfform an und drückt auch nach 6 bis 8 Stunden keineswegs. Unter dem Stoff der Ohrmuschel befindet sich ein Gelkissen, welches das Ganze auch noch wesentlich angenehmer macht, denn ich hatte nie das Gefühl, dass es zu warm wird um den Ohren.

    Das Klangbild fällt im Allgemeinen sehr ausgewogen aus. Es könnte ein wenig mehr Bass verkraften. Die Höhen und Mitten wurden aber sehr gut umgesetzt. Das Mikrofon ist wie bei vielen Konkurrenzprodukten immer eine Schwachstelle für manche Stimmlagen. So war es dann auch beim Nari der Fall. Doch mit ein paar Klicks im Voicemeter, konnte man 90% der Probleme ausmerzen. Die Befehle kamen nach den Einstellungen auch klar und deutlich bei den Mitspielern an.

    Aktuell gibt es das Razer Nari für 149,99 Euro direkt bei Razer im Shop oder bei Alternate für 149,90 Euro. Bei Alternate müsst ihr noch Versandkosten dazurechnen, bei Razer gibt es aktuell Gratisversand ab einen Einkaufswert von 89 Euro.

    Wer aktuell auf der Suche nach einem Wireless Gaming Headset ist, sollte sich das Nari in jedem Fall mal genauer anschauen. Das Nari gibt es auch als Essential Version, ganz ohne Beleuchtung und Klinkenanschluss, hat 16 Stunden Akkulaufzeit. Das Nari kann man bis zu 20 Stunden betreiben, vorausgesetzt man schaltet die Beleuchtung ab, sonst fällt die Akkulaufzeit niedriger aus. Beim Ultimate sind es ebenfalls 20 Stunden, wenn man auf Beleuchtung und HyperSense verzichtet.

    Patrick Heinemann
    Nun bin ich knapp drei Jahre bei game2gether als Redakteur tätig und berichte über aktuelle Spiele und teste diese auch. Die Projektleitung teile ich mir mit meiner Kollegin Kathrin. Mein Hauptaufgabenbereich ist hier die Hardware-Redaktion und das PR-Managment. Online treibe ich mein Unwesen unter dem Pseudonym "[DDoS]Dr. Radical oder gerne mal auch als RaketenJohnny"