The Terminator (1984) – Filmkritik

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    Ein Film, welcher die 1980er Jahre geprägt haben dürfte wie kein Zweiter, ist definitiv The Terminator von Regisseur James Cameron.
    Passend zum 30sten Jubiläum der US-Veröffentlichung am 26. Oktober 1984 wollen wir diesen Film mal re-reviewen und darlegen, wieso dieser Film auch heute noch ein Klassiker ist.
    Achtung: wer diesen Film noch nicht gesehen haben sollte; in diesem Artikel befinden sich Spoiler, da der Film mittlerweile 30 Jahre alt ist und sich eigentlich in jeder ordentlichen Filmsammlung wiederfinden sollte.

    Story

    Die Maschinen erhoben sich aus der Asche des nuklearen Feuers.
    Ihr Krieg zur Vernichtung der Menschheit hatte jahrzehntelang gewütet.
    Aber die letzte Schlacht sollte nicht in der Zukunft geschlagen werden.
    Sie wird hier geschlagen, in unserer Gegenwart.
    Heute Nacht…

    Mit diesen Worten beginnt der Film und erklärt schon einmal andeutungsweise, was passiert ist.

    Eine gefährliche Zukunft Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Eine gefährliche Zukunft
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Im Jahre 2029, also 45 Jahre in der Zukunft – der Film spielt ursprünglich im Jahre 1984 – beherrschen intelligente Maschinen die Welt. Der Abwehrnetzcomputer SKYNET – ursprünglich entwickelt, um die USA vor der Gefahr von der anderen Seite (Sowjetunion) zu beschützen – entwickelte einst ein eigenes Bewusstsein und betrieb einen Vernichtungskrieg gegen die Menschheit; der kurz davor stand, die menschliche Zivilisation endgültig zu eliminieren. Die Menschheit kämpfte mit allen Mitteln und war kurz davor, SKYNET zu besiegen.
    Als finalen Akt der Verzweiflung beschloss SKYNET, zwei seiner gefährlichsten Erfindungen einzusetzen, um den Anführer der menschlichen Zivilisation zu vernichten: John Connor.
    Zum einen die Zeit-Verschiebungs-Ausrüstung; im Endeffekt nichts anderes als eine Zeitmaschine. Mit Hilfe der ZVA schickte SKYNET dann seine neueste und gefährlichste Erfindung in das Jahr 1984, um seinen Plan in die Tat umzusetzen: den T800 Cyberdyne Systems Model 101; einen kybernetischen Organismus (Cyborg).

    T800 Cyberdyne Systems, Modell 101 Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    T800 Cyberdyne Systems, Model 101
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Aussen mit menschlicher Haut, Haar, Fleisch und Blut ausgestattet, befindet sich unter dem äusseren Erscheinungsbild ein Kampfchassis aus einer Hyperlegierung, die sehr stark gepanzert ist. Gesteuert von einer Micro-CPU und mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, kennt die Programmierung des T800 nur ein Ziel: die Vernichtung Sarah Connors, die Mutter von John. SKYNET möchte also John Connor vernichten, bevor dieser dem Computersystem überhaupt gefährlich werden kann.
    Die Menschen, die SKYNETs Verteidigungsanlagen im Jahre 2029 durchschlagen hatten und kurz davor waren, das System abzuschalten, bemerkten den Plan und John Connor befehligt Kyle Reese – einen Soldaten und engen Vertrauten Connor’s – ebenfalls durch das Zeitportal zu schreiten, um den Terminator aufzuhalten und um seine Mutter, sich selbst und die komplette Menschheit zu retten.

    Kyle Reese Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Kyle Reese
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Im Jahre 1984

    Der T800 und Reese erreichen das Jahr 1984 am 12ten Mai. Beide komplett nackt, da nur organisches Gewebe durch die ZVA schreiten kann, da deren Feld durch einen lebenden Organismus erzeugt wird.
    Der T800 besorgt sich Kleidung, indem er 3 Punks tötet, die sich über ihn lustig machen.
    Reese klaut sich Kleidung, ohne jemanden zu schaden.
    Der T800, in Unwissenheit über Sarah Connor’s Aussehen und Wohnort im Jahre 1984, besorgt sich unverzüglich Waffen in einem Waffengeschäft und bringt den Verkäufer ohne zu zögern um. Anschließend begibt er sich zu einer Telefonzelle, um in einem Telefonbuch die Adresse Sarah Connor’s zu finden. Er findet 3 Namen vor und will diese Frauen der Reihe nach umbringen.
    Reese besitzt im Vergleich zum Terminator einen entscheidenden Vorteil: er weiß ihren kompletten Namen und besaß in der Zukunft ein Bild von ihr, welches ihm von John Connor – ohne Reese’s Wissen wozu – einst geschenkt wurde.
    Der Terminator beginnt sein Werk, indem er die beiden ersten Namen auf der Liste tötet. Sarah Connor – die aus dem Fernsehen von den beiden Morden erfahren hat – bemerkt instinktiv, dass auch ihr Leben in Gefahr ist und hält Reese – der sie den ganzen Abend lang wie ein Schatten verfolgt hat – für den Wahnsinnigen, der für die beiden Morde verantwortlich ist.
    Sie sucht Zuflucht an einem öffentlichen Ort – dem TechNoir, einer Disko – und informiert die Polizei. Der Terminator, der durch einen Anruf von Sarah bei sich zuhause – wo er bereits ihre WG-Bewohnerin Ginger und deren Freund getötet hat – erfahren hat, wo sich Sarah befindet, begibt sich unverzüglich zum TechNoir, um sein Werk zu vollenden.
    Kurz, bevor er Sarah erschießen kann, wird er von Reese – der sich ebenfalls im TechNoir befindet – aufgehalten, in dem dieser mehrfach auf den Terminator schießt.

    Reese, im TechNoir Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Reese, im TechNoir
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Während der nun folgenden Schießerei kommen unzählige Menschen ums Leben, und Sarah und Reese schaffen es, zu flüchten; werden aber unerbittlich vom Terminator verfolgt. Erst in einem Tunnel schaffen es die beiden, den Terminator abzuschütteln; als die Polizei eintrifft und beide festnimmt. Die Polizei hält Reese für den wahnsinnigen Killer und nimmt ihn und Sarah fest.
    Der Terminator, der nun zum ersten Mal Verletzungen seiner menschlichen Oberfläche erleidet, repariert seinen beschädigten Arm und entfernt eines seiner menschlichen Augen; als er dieses mit einem Skalpell entfernt, sieht man ein rot leuchtendes, mechanisches Auge und folglich einen Hinweis darauf, dass er kein Mensch ist. Kaschieren tut er das Ganze mit einer Sonnenbrille, und entfernt sich wieder aus seinem Unterschlupf; unbeirrt mit dem Ziel, seine Programmierung zu erfüllen.

    Der beschädigte T800 Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Der beschädigte T800
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Reese wird auf der Polizeiwache vernommen und er erklärt, was passieren wird, wer er ist, was der Terminator ist und warum die Dinge sich so entwickelt haben. Der anwesende Psychologe und die Polizisten glauben ihm natürlich kein Wort; mit Ausnahme von Lt. Traxler, der der Geschichte offensichtlich nicht so abgeneigt ist, wie es den Anschein hat (in den Deleted Scenes, welche man auf diversen DVD- und BluRay- Veröffentlichungen finden kann, wird dieser Teil der Story etwas weiter behandelt; um den Film allerdings nicht zu verlangsamen, wurden diese Szenen gestrichen).

    Sergeant Vukovich und Lieutenant Traxler Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Sergeant Vukovich und Lieutenant Traxler
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Der Unglauben ändert sich erst, als der Terminator die Polizei-Station aufsucht und auch hier wieder ein Massaker anrichtet, dem zig Polizisten, u.a. auch Traxler, zum Opfer fallen. Reese und Sarah schaffen es ein weiteres Mal, den Terminator abzuhängen.
    In dieser Nacht erklärt Reese auf Nachfrage dann weiterhin, was passiert, wie es in dieser dunklen Zukunft ist und wieso Sarah eben so wichtig für diese Zukunft ist. Sarah zweifelt an sich selbst; dies ändert sich erst, als Reese ihr eine Botschaft aus der Zukunft überbringt, die er von John Connor auswendig lernen musste.

    Danke Sarah,
    für deine Kraft während all der dunklen Jahre.
    Ich kann dir bei dem, was du durchstehen musst, nicht helfen.
    Ich kann nur sagen, dass die Zukunft nicht feststeht.
    Du musst stärker und mutiger sein, als du es dir vorstellen kannst.
    Du musst überleben, oder ich werde niemals existieren.

    Nachricht von John Connor an seine Mutter Sarah, übermittelt von Kyle Reese

    Am folgenden Morgen nehmen sich Sarah und Reese ein Zimmer in einem kleinen Motel. Reese macht sich auf den Weg, um einen Einkauf zu tätigen; während Sarah erst einmal duscht. Sie begeht allerdings kurz darauf einen fatalen Fehler. Um ihrer Mutter die Sorge zu nehmen, die sie um ihre Tochter aufgebaut hat; informiert sie diese telefonisch und teilt dieser auf Nachfrage hin ihren Aufenthaltsort mit. Am anderen Ende der Leitung befindet sich allerdings nicht ihre Mutter, sondern der T800. Dieser hatte – im Wissen um zwischenmenschliche Beziehungen, die zu seiner Programmierung gehören – den Schritt vorausgeahnt und Sarah’s Mutter getötet, um ihren Platz am Telefon einzunehmen.
    Während der folgenden Stunden kommen sich Reese und Sarah näher; und als Reese ihr seine Liebe gesteht, die er über die einsamen Jahre in der Zukunft aufgebaut hat, schlafen diese miteinander.

    Kyle Reese und Sarah Connor Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Kyle Reese und Sarah Connor
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Der Stress, der sich bei beiden aufgebaut hat, findet nur kurz eine Lockerung, da der Terminator schon wieder auftaucht. Gewarnt von Hundegebell – Hunden scheinen das Nichtmenschliche eines Terminators trotz dessen Erscheinung zu bemerken und bellen sofort; weswegen Hunde in der Zukunft auch genutzt werden, um Terminatoren zu identifizieren – flüchten die beiden aber rechtzeitig aus dem Motel-Zimmer, bevor der Terminator beide töten kann. Bei der nun folgenden Verfolungsjagd werden Reese und der Terminator verletzt bzw. beschädigt.
    Der Terminator scheint erst vernichtet, als Reese den Tanklaster, indem der Terminator beide verfolgt hat, in die Luft sprengt.
    Aber der Terminator erhebt sich wieder aus dem Feuer.

    Er erhob sich aus der Asche des Feuers... Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Er erhob sich aus der Asche des Feuers…
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Nun seiner menschlichen Oberfläche komplett beraubt, verfolgt das nun sichtbare metallische Endoskelett die beiden in eine Produktionsfabrik. Dort versucht Reese, den Terminator durch Anschalten der Produktionsanlagen zu verwirren, was aber nur kurz funktioniert. Bei der folgenden Konfrontation wird die Stärke des Terminators noch einmal überbetont, und Reese sprengt den Terminator mit einer Sprengladung in die Luft. Bei dem folgenden Fall von einer Treppe bricht er sich aber das Genick.
    Sarah, nun vollkommen alleine, kann ihrer Verzweilfung allerdings keinen Lauf lassen, da der Terminator immer noch nicht vernichtet ist. Ohne Beine und nur noch mit einem Arm ausgestattet, will die Maschine ihr Werk immer noch vollenden.
    Erst, als alles vorbei erscheint, und der Terminator seinen verbliebenen Arm schon beinahe um ihren Hals legen kann; kann Sarah den Terminator mit dem Druck auf einen Schalter erledigen; dieser Schalter löste die hydraulische Presse aus, unter der sich der Terminator befunden hat.

    You're terminated, F*cker! Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    You’re terminated, F*cker!
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Ca. 6 Monate später: Sarah, inzwischen schwanger, flieht Richtung Mexiko und nimmt Tonbänder auf; Tonbänder, die sie irgendwann ihrem Sohn überreichen möchte. Hier erklärt sie ihm, wer Kyle Reese ist und stellt gleichzeitig die Frage, was passieren würde, wenn John diesen nicht in die Vergangenheit schicken würde.
    An einer Tankstelle nimmt ein kleiner Junge ein Foto von ihr auf; das gleiche Foto, welches Kyle Reese 45 Jahre später in der Hand halten wird.

    Sarah Connor, traurig über den Verlust von Kyle; welcher sich 45 Jahre später fragt, an was sie in diesem Moment gedacht hatte... Quelle: The Terminator - BluRay-Fassung
    Sarah Connor, traurig über den Verlust von Kyle; welcher sich 45 Jahre später fragt, an was sie in diesem Moment gedacht hatte…
    Quelle: The Terminator – BluRay-Fassung

    Der Junge kündigt auf spanisch an, dass ein großer Sturm kommen werde.
    Sarah antwortet „Ich weiß“ und fährt dem kommenden Gewitter entgegen.

    auf Seite 2:
    Resonanz, KI, Zeitreisen und Fazit
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    Sascha Kußmaul
    Rocker mit Herz und schwarzem Humor. Filmexperte. Sammler von Konsolen, Konsolen-Merchandise und eigentlich allem, was auch nur entfernt mit Videospielen zu tun hat [und meine Sammlung ist umfangreich...für ein Museum reicht es noch nicht, aber ich bin auf einem guten Weg ;-) ]. Nerd mit umfangreichen Erfahrungen im PC-technischen Bereich; Experte in Windowsproblemen und Kundenberater; dazu kommt noch, dass ich Techniker und Verkäufer im PC- wie Spielebereich bin, daher auch gleichzeitig Zerstörer der Hoffnungen der Kinder ["nein, ab18 BLEIBT ab18" ;-) ]. Verfechter einer zensurfreien Welt und daher größter Gegner der BPjM! Joa, das mal als Kurzfassung. Want more? Ask me :-)