Black Panther – Filmkritik (Spoilerfrei)

    Black Panther ist der erste Marvel Cinematic Universe Film für das Jahr 2018 und zeigt die Geschehnisse nach Civil War. Zuvor hatte der Black Panther seinen ersten Auftritt an der Seite von Team Iron Man gegen Team Captain America. In einem von Zemo inszenierten Anschlag kam sein Vater König T’Chaka ums Leben. Nun wo T’Challa alias Black Panther wieder in Wakanda ist, muss sich der junge Prinz auf seine Krönung vorbereiten und den Platz seines Vaters einnehmen. Nur so wird er dem Black Panther gerecht und der rechtmäßige König über Wakanda!

    Der Frieden hielt nicht lange an, da „Die Klaue“ wieder aufgetaucht ist. Es liegt einige Jahre zurück, als Ulysses Klaue Vibranium aus Wakanda gestohlen hat und es folglich an Ultron verkaufte. Dieser schlug ihm damals auch den Arm ab, welchen er durch eine Waffe ersetzte. Als sei das nicht genug, steht der junge Black Panther einem noch weitaus gefährlicheren Gegenspieler gegenüber. Den mysteriöse Erik Killmonger. Dieser Gauner und ehemalige Black-Ops Soldat kennt nicht nur die Geheimnisse von Wakanda, sondern auch die Familie von T’Challa. Killmonger möchte den Thron von Wakanda und nichts wird ihn von seinem Ziel abhalten.

    Über Black Panther

    Black Panther aus dem Marvel Cinematic Universe geht 134 Minuten und führt die Handlung über den Superhelden T’Challa alias Black Panther fort. Seinen ersten Auftritt hatte T’Challa (gespielt von Chadwick Boseman) bereits in Civil War. Eine Person, die sich Außen hin als Prinz zu erkennen gibt und politisch sehr interessiert und dennoch viele Geheimnisse verbirgt. Ein weiteres bekanntes Gesicht, für die, die aufgepasst haben, ist Andy Serkis als Ulysses Klaue. In „Avengers: Age of Ultron“ trat er in einem kurzen Moment in Erscheinung, als Scarlet Witch und Quicksilver bei ihm Material für den Superschurken Ultron kauften. In Black Panther hat die Klaue eine wichtige Hauptrolle bekommen und dank Andy Serkis’s schmutzigen Lachen seine charakterliche Tiefe. Die Präsenz von Ulysses Klaue ist leider viel zu kurz, sodass es nur bei einer Verfolgungsjagd blieb, welche im Trailer zu sehen ist.

    Zum Schluss haben wir noch Michael B. Jordan, welcher den meisten als Adonis aus „Creed“ bekannt sein dürfte. Durch diese Rolle bringt er nicht nur schon die Ausstattung für Erik Killmonger mit, sondern auch direkt die Kampferfahrung. Dies zeichnet sich ab, als er den Thron von T’Challa  als Herrscher über Wakanda streitig machen will. Als T’Challa gegen Killmonger in einer traditionellen Herausforderung kämpfte, machte sich die Kampferfahrung beider Schauspieler bezahlt. Weitere große Schauspieler, die in ihren Rollen aufgehen, sind Forest Whitaker als der Bodyguard Zuri und Martin Freeman als Everett K. Ross, welcher bekannt sein dürfte durch „Ali G. In Da House“ und der „Sherlock“ BBC-Serie.

    Worin der Film richtig stark ist, dürften die weitläufigen Landschaften und Kostüme sein. Hier hat man mit Bravour die Kultur Afrikas in einem Film eingefangen. Es werden bei der Krönung des neuen Königs von Wakanda Traditionen ausgeübt und viel getanzt. Wakanda ist ein atemberaubender Ort mit weitläufigen Feldern und gigantischen Wasserfällen. Während der Handlung wechselt das Set zwischen Wakanda, USA, und Korea. Die Kostüme und Kriegskleidung sind ein echter Blickfang. Sie sind es, die die Kultur Wakandas lebendig wirken lassen und auf den Zuschauer transportieren. Vermischt wird dies teilweise mit traditioneller Stammesmusik mit schweren Trommeln und den einstudierten Tänzen und Bewegungen. In den actionreicheren Ausschnitten oder meist die von Erik Killmonger bekommt der Zuschauer Crunk HipHop um die Ohren mit ordentlich Bass. Die HipHop-Musik ist am Anfang des Filmes noch passend, transportiert leider auch ein klischeehaftes Gangster-Image, das in diesem Film eher fehl am Platz ist.

    Natürlich darf es in einem Marvel typischen Film nicht an Action fehlen und gerade mit einem Anzug, wie der vom Black Panther, hat man viel Spielraum für tolle CGI-Effekte und Zerstörungen von schönen Luxusautos. Wie im unteren Bild zu sehen hat man auch keine Kosten und Mühen gescheut, mehrere dieser Anzüge zu fertigen. Beide haben die Fähigkeit eingehende Kräfte zu speichern und freizusetzen. Diese Power ist nicht das Einzige, das den Anzug so mächtig macht, kugelsicher ist er auch noch und sieht verdammt gut aus. Gut zur Geltung kommt der Anzug schließlich während der Verfolgungsjagd. Die Kraft der entgegen kommenden Kugeln wird eingespeichert, was den Anzug lila schimmern lässt.

    Fazit

    Nach dem eher nüchternen Jahr 2017 hatte ich gemischte Gefühle für Black Panther. In einer Review zu Thor: Tag der Entscheidung hatte ich schon angemerkt das Witzereißen und Rumblödeln in einer Weltuntergangsgeschichte nicht passend ist. Ich hatte Angst, dass ein „Guardians of the Galaxy“-Humor den Film kaputtmachen könnte. Während den ersten 30 Minuten konnte ich erst einmal aufatmen, da er seine Ernsthaftigkeit konstant beibehält. Klar gibt es im Film auch was zum Lachen, aber nur an den Stellen, wo es passend ist. Das beste Beispiel dafür dürfte das Gerangel zwischen T’Challa und seiner Schwester Shuri sein. Black Panther hat mich schwer beeindruckt durch die großartigen Bilder zu Wakanda und der Technologie, die unserer weit voraus ist. Es wird eine unglaubliche futuristische Stadt in Szene gesetzt, die die Vorstellungskraft übertrifft. Auch die Kamerafahrten über das riesige Wakanda ist ein echter Hingucker und machen Lust auf Urlaub.

    Es gibt natürlich auch Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Zum einen ist es die kurze Präsenz von der Klaue, welche einen sehr interessanten Gegenspieler darstellt. Der Trailer hat überwiegend ihn aufgezeigt, weshalb man sich schon auf einem spannenden Kampf zwischen Black Panther und zweier Gegenspieler gefreut hat. In diesem Film hat Ulysses Klaue charakterliche Tiefe bekommen, wurde aber während des Verlaufes entfernt. Wie in der Zusammenfassung erwähnt, war auch die Musik nicht immer treffend gesetzt. Der HipHop vermittelt einen Gangster Flair, der in diesem Film nicht immer passend ist.

    Es kommt auch zu typisch „Here to save the World“-Szenen, welche man als Zuschauer weit vorausahnen kann. Ohne groß zu Spoilern gibt es einen Kriegerstamm, der von T’Challa um Hilfe gebeten wird, diese jedoch ablehnen. Im großen Showdown tauchen sie auf einmal doch auf, um den Tag zu retten. Die „Nein, ich helfe nicht. Oh, da bin ich auf einmal“ Szene, könnte man ganz leicht mit einem Dialog umgehen, welcher zeigt, weshalb sie doch helfen werden. Nichtsdestotrotz würde ich ihn mit der Qualität der Captain America Filme vergleichen. Als Superhelden-Genre-Film hat er mich durch seine Authentizität gut unterhalten. Vor allem, wie die Power des Anzuges im Film vermittelt wurde. Ihr kennt meine abschließenden Worte zu Marvel Filmen bereits. GEHT REIN!

    Review aus der Originalvertonung ohne Untertitel.

    Zweiter offizieller Trailer zu Black Panther.

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    Daniel Plaumann
    Zuständig für Film, Comics und den Xbox Bereich.