Avengers: Infinity War – Filmkritik (Spoilerfrei)

    Avengers: Infinity War erzählt die Geschichte von den mächtigen Titan Thanos, der auf seiner Mission ist, die Infinity Steine für seinen Handschuh zu sammeln. In einigen Filmen des MCU ist er bereits aufgetaucht und versuchte sein Vorhaben mithilfe anderer umzusetzen. Nun nimmt er die Aufgabe in seine eigene Hand und dabei macht er keine Rücksicht auf Verluste. Nicht mal auf die, die ihm selbst etwas bedeuten. Seine erste Station findet auf dem Schiff von Thor und den Asgardians statt, die am Ende von Thor: Tag der Entscheidung auf das Schiff von Thanos gestoßen sind.

    Für die Avengers heißt es jetzt versammeln, um das Schlimmste zu verhindern. Dabei müssen frühere Konflikte, wie in Age of Ultron oder Civil War, aufarbeitet und die Barrieren zwischen den Helden beiseitegelegt werden. Dadurch, dass Thor und Hulk verschwunden sind und danach auch Captain America, ist das Kennenlernen zwischen alten und neuen Helden gar nicht so einfach. Für einen großen Plausch haben die Helden diesmal keine Zeit. Thor braucht erst einmal eine neue Waffe, Spider-Man muss seine Nachbarschaft beschützen und Wakanda braucht neben Black Panther auch die Hilfe vom White Wolf.

    Über Avengers: Infinity War

    Avengers: Infinity War läuft ab sofort in den deutschen Kinos und hat eine Gesamtlänge von 149 Minuten. Der Showdown zwischen Thanos und den Avengers ist das lang ersehnte Finale für die Marvel Fans und vonseiten des MCU sicher ihre 9. Sinfonie. Um nicht groß zu Spoilern, möchte ich nichts aus der Handlung zum 3. Avengers Film besprechen. Die Fans, welche es nun ins Kino verschlägt, wissen sicherlich, was sie erwartet. Außerdem ist Avengers: Infinity War keines Wegs ein Film, bei dem man mal eben sagt: „Komm da gehen wir mal rein!“ Infinity War ist der Teil der Geschichte im Marvel Universum, worauf das MCU seit 8 Jahren hinarbeitete. Deswegen ist es auch wichtig, die 18 Filme, die vor Avengers 3 liegen, noch mal zu schauen.

    Das Marvel Cinematic Universe schafft es, dank ihrer Filmreihe, eine lebendige und eigene Welt zu schaffen. Dadurch, dass alle Filme untereinander und aufeinander aufbauen, entsteht diese glaubhafte Welt, in der man so schnell versinkt. Wer achtgibt und sich mit den Filmen gut befasst hat, wird ganz auf seine Kosten kommen und mit vielen Überraschungen belohnt. So gibt es ein Wiedersehen mit fast allen bisher gesehenen Haupt- und Nebenfiguren und lustige Begegnungen innerhalb der Heldengruppe auf der Erde und den Guardians of the Galaxy.

    Die Guardians of the Galaxy sind auch diejenigen welche, die für den Humor in der sonst kalten und dramatischen Story sorgen. Dabei sind die lustigen Momente weise gewählt und passen in die Geschichte, was im Thor Film letzten Jahres nicht der Fall war. Das kann auch daran liegen, dass die Russo Brüder als Regisseure ein gutes Händchen haben für packende Marvel Filme. Hier trifft GotG auf Captain America.

    Der Film deckt zudem zahlreiche Genretypen ab. Wir haben was zum Lachen, Action, Abenteuer, Fantasy, Schockmomente, ein bisschen Horror, Romantisches für die weibliche Begleitung und das am stärksten vertretene Genre – Drama! Letzteres schaffte es sogar von Minute eins ein mulmiges Gefühl in mir auszulösen. Ich habe fast nur rotz und Wasser geweint. Ich war, und bin es immer noch, sprachlos, dass die Russo Brüder und ihr Team es geschafft haben die komplette und vielseitige Grundlage der Infinity War Geschichte in einen Film zu stecken. Avengers: Infinity War ist aber erst der Anfang, da es sich um den 1. Part von zwei handelt.

    Zu den bisher gezeigten und erwarteten Schauspieler, die ihren Auftritt in Avengers 3 haben, steigen auch viele, ja VIELE! überraschende Gäste mit in das Geschehen. Unter ihnen verbergen sich neue Teilnehmer des MCU und ältere Charaktere. Tiefer kann ich nicht ins Detail gehen, da ich mir für euch denselben Überraschungseffekt wünsche, den ich hatte. Des Weiteren hat es mich überrascht, dass einige Helden mehr Screentime bekommen haben als andere und dadurch mehr in den Vordergrund gerückt sind.

    Aus der Masse sticht vor allem Thanos heraus. Im gab man fast schon die Kontrolle über den gesamten Film, ob da wohl der Reality Stone im Spiel war? Folglich vermittelt der Film durch die starke Präsenz von Thanos, dass er der Obermacker ist. Er ist der gefährlichste und mächtigste Gegenspieler, dem die Avengers jemals gegenüberstanden. Wer zudem die charakterlichen Stärken und Schwächen von Thanos durch die Comicvorlagen kennt, wird erstaunt sein, wie nahezu perfekt diese Züge im Film umgesetzt wurden.

    Fazit

    Avengers: Infinity War bringt uns das Finale, worauf sich eine Menge Comicfans freuen. Die Erwartungen sind hoch und es gab schon einige wilde Theorien zum Film. Der dritte Teil über die Rächer hat es geschafft ihren großen Erwartungen standzuhalten und noch ein Ticken geiler zu sein als gedacht. Viele Theorien, über die man im Vorfeld munkelte, wurden während der Handlung aus dem Weg geräumt. Einen schönen Erzählfluss bekam man durch den Fokuswechsel zwischen den Locations und Team-Ups a la GTA 5. Dieser ermöglichte die passende Struktur der Geschichte, in dem sonst sehr großen Cast.

    Der Film hatte durch die 10 Jahre Vorarbeit und 18 Filmen den Vorteil, nicht mehr viel erklären zu müssen. Deshalb wird man von der ersten Sekunde an in das grausame Geschehen geworfen. Die Musik ist in den dramatischen Momenten so gut hinterlegt, dass ich fast nur am Heulen war. Er hat es auch immer wieder geschafft mich zu überraschen, gerade an den Stellen, wo ich mir sicher war; „Das passiert Jetzt so!“ Avengers: Infinity War ist ein Film, den man schauen muss! Jedoch sollte man im Vorfeld das Wissen aus den vorherigen Filmen haben, um zu realisieren, was da wirklich passiert. PS: Nehmt Taschentücher mit!

    Review aus der Originalvertonung ohne Untertitel.

    Zweiter offizieller Trailer zu Avengers: Infinity War.