ANT-MAN AND THE WASP – Filmkritik (Spoilerfrei)

    ANT-MAN AND THE WASP führt die Geschichte rund um Scott Lang alias „ANT-MAN“ nach den Civil War Ereignissen fort. Dieser sitzt seine Strafe bei seiner EX-Frau, ihrem Mann und seiner Tochter ab. Durch die Vorfälle in Deutschland auf dem Flughafen steht er unter permanenter Beobachtung des FBI und hat Hausarrest. Die Zeit ist also optimal, um schöne Stunden mit der Tochter Cassie zu verbringen.

    Als Scott Lang ein Wochenende alleine war, hatte er einen seltsamen Traum. Er war im alten Haus von Hank Pym und hat verstecken gespielt mit einem kleinen Mädchen. In einem Spiegel hat er sich als Frau gesehen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit Hank’s Frau aufwies. Sie verschwand nämlich vor langer Zeit beim Deaktivieren einer Bombe in der Quantenwelt. Als Scott dies, Hank und Hope verriet, trotz Kontaktverbot, war klar, dass sie noch lebt und über Scotts Traum Kontakt zu ihnen aufbaut.

    Während sie noch Hank’s alten Forscher-Kollegen Dr. Bill Foster um Hilfe baten, sind andere Leute hinter Pym’s Arbeit in der Quantenphysik her. Eine von ihnen ist Ghost, die schon im Trailer zu sehen ist, der andere Sonny Burch! ANT-MAN und Hope alias THE WASP haben alle Hände voll zu tun Hank’s Lebenswerk zu beschützen und ganz nebenbei noch zu versuchen einen Weg zu Hank’s verlorenen Frau zu finden.

    Über ANT-MAN AND THE WASP

    ANT-MAN AND THE WASP feiert seinen Kinostart am 26. Juli und ist der bereits 20. Marvel Cinematic Universe Film. Wenn man bedenkt, wie viele Stunden Superhelden-Stoff bereits auf der Kinoleinwand liefen, ist es umso beeindruckender, dass die Filme immer noch für Überraschungen sorgen. Wie zu erwarten wurde im zweiten ANT-MAN Teil ebenfalls mit der Wachstumsfähigkeit des Anzugs gespäßelt.

    Mit der Quantenwelt und der Fähigkeit von Ghost durch Wände und andere Objekte sich zu bewegen wurde an der CGI keineswegs gespart. Natürlich darf das bei einem Film nicht fehlen, der auf diese Animationen nicht verzichten kann. Abgesehen von ein paar Schnitzern, die mir gerade bei Ghost aufgefallen sind, wurde trotz allem das Setting gut eingefangen. Die Location bewegt sich dabei primär in der Stadt und Küstennähe von San Francisco und einem dichten Wald.

    In den Hauptrollen haben wir natürlich Paul Rudd als Scott Lang, welcher auch beim Drehbuch des Filmes mitwirkte. Sowie Evangeline Lilly als Hope alias THE WASP und Michael Douglas als Dr. Hank Pym. Wirklich überrascht hat mich Abby Ryder Fortson. Sie spielt Scott’s Tochter Cassie, die ihren Vater über alles liebt und immer hinter ihm steht. Das kleine freche und doch sehr kluge Mädchen verpasst ihrem Charakter am meisten Charme. Sie transportiert der Vater/Tochter-Beziehung die Glaubhaftigkeit ein. Durch ihre starke Präsenz und Screentime blieb sie mir am stärksten in Erinnerung.

    Bereits durch den ersten Teil bekannt und von Fans geliebt, ist Michael Pena als Kumpel Luis. Der zweite Charakter, der in meinen Augen am meisten Leben ausstrahlt. Mit seinen ehemaligen Einbrecher-Kumpels hat er mittlerweile den Rechten weg eingeschlagen und eine Sicherheitsfirma gegründet. Durch seinen Stil Geschichten zu erzählen gibt er seiner Figur ihre ganz persönliche Note. Leider sind die zwei Nebencharaktere die Einzigen, die mir am stärksten in Erinnerung geblieben sind.

    Fazit

    ANT-MAN AND THE WASP geht 118 Minuten und wird höchstwahrscheinlich eine Altersfreigabe von 12 Jahren erhalten. Wegen dem ersten ANT-MAN Film und den Trailern zum zweiten Teil, erahnt man schon, in welche Richtung die Story geht. Der Trailer versprach mit Ghost eine heftige Gegenspielerin, welche im Film eine zu einfache Hintergrundgeschichte aufweißt und keine wirkliche Gegnerin darstellt. Diese wurde viel zu schnell beiläufig erzählt und hinterlässt beim Zuschauer keinerlei nachhaltige Relevanz. Das Trio Scott, Hope und Pym liefern dieselbe Teampower ab, welche sie schon einmal unter Beweis stellten.

    Überraschende und frische Elemente bekommt man leider nur bei der Umsetzung der Gags mit der Wachstumsfähigkeit der Anzüge und durch die Auftritte von Kumpel Luis. Durch den zweiten Gegenspieler Sonny und der Rettungsmission von Hope’s Mutter, wollte man vor Infinity War noch schnell zu viel Stoff abarbeiten. Dadurch wirkt alles sehr gequetscht in der kurzen Zeit. Ein Gefühl von „Filler-Episode“ ist dabei der fade Nachgeschmack. Unterhaltend als Superhelden-Film, aber nicht auf gleicher Höhe mit den Filmen des Marvel Cinematic Universe. Die Gänsehaut kommt leider erst bei den After-Credits auf, dass nicht gerade dem Hauptfilm zugutekommt.

    Review aus der Originalvertonung ohne Untertitel.

    Offizieller Trailer zum dritten MCU-Film ANT-MAN AND THE WASP für 2018.