Lincoln

    Als Lincoln 1864 seine zweite Amtsperiode als 16. Präsident antritt, steht die junge Nation durch den blutigen Bürgerkrieg vor der Zerreißprobe. Mit Mut und Entschlossenheit widmet sich der republikanische Politiker der fast unlösbaren Aufgabe, den Krieg zu beenden, Nord- und Südstaaten zu versöhnen und die Sklaverei abzuschaffen. In jenen wenigen Monaten vor seiner Ermordung am 15. April 1865 durch einen Attentäter wird Lincoln in einem unerhörten Kraftakt die entscheidenden Weichen für das Schicksal kommender Generationen stellen.

    Lincoln

    Zuerst wollen wir sicherstellen, dass ihr genau wisst worauf ihr euch einlasst. Spielberg ist von seinem Vorhaben das gesamte Leben von Lincoln in einem Film einzufangen abgerückt und er konzentriert sich hauptsächlich auf die Abstimmung des 13. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Deshalb solltet ihr euch auf lange und teilweise zähe Verhandlungen bei dem Fang nach Stimmen gefasst machen. Hierdurch kommt es zu einigen Längen und diese werden nur durch ganz wenige witzige Situationen aufgelockert. Der Film ist äußerst ernst, aber Spielberg hat sein Ziel erreicht Lincoln ein filmisches Denkmal zu setzen.

    Lincoln 2

    Die schauspielerische Leistung aller Schauspieler ist hervorragend und so etwas haben wir seit langem bei keinem Film mehr gesehen. Daniel Day-Lewis hat sich mit seiner Rolle des Lincolns in unser Gedächtnis gebrannt und wir werden ihn nun immer mit dieser Rolle verbinden. Den Oscar hat er unserer Meinung nach für diese fulminante Leistung redlich verdient. Spielberg setzt die Geschichte gut in Szene und das Drehbuch kann euch mitreißen, wenn ihr euch mit der amerikanischen Geschichte auskennt. Ansonsten werdet ihr die vielen verschiedenen Charaktere nicht richtig einzuordnen wissen und damit auch nicht ihren Wert für den Ausgang der Geschichte.

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