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Posted 13. November 2011 by fybil in News
 
 

Disney Universe – Test / Review


 

Disney Interactive, früher Walt Disney Computer Software, später Disney Interactive, dann Buena Vista Games Inc. und danach Disney Interactive Studios Inc., vertreibt im Namen von Walt Disney Videospiele. Genau wie der immer wieder wechselnde Firmenname, versucht das Portfolio von Disney Interactive, Videospieler groß und klein auf Ihre Produkte aufmerksam zu machen. Das dies nicht immer gelingt, belegen die Verkaufszahlen eindeutig. Letzter bekannter Ableger des Disney Clans waren Split Second und Pure. Beide Titel waren durchaus Grundsolide, konnten jedoch mit den Toptiteln in diesem Genre, Blur sei genannt, nicht ganz mithalten. Nun liegt Disney Universe in meinem Laufwerk und ich schau mir an, ob hier ordentliches Handwerk abgeliefert wurde, oder nur ein nettes Game für die Kleinen für zwischendurch.

Lilo & Stitch

Die Nette Geschichte dreht sich um das Disney Universe. In diesem Universe finden sich verschiedene Welten aus eben diesem Disney Archiv. Welten aus Tron, Fluch der Karibik oder Der König der Löwen, lassen sich in diesem Game durchforsten. Der Grund, weswegen man auf Wanderschaft geht, ist das Böse in Form von Hex der sich den Erzähler der Story bemächtigt hat, und mit seinen Schergen das Universe bedroht. Schließlich werden wir fast sogar auf Knien darum gebeten, den Controller in die Hand zu nehmen, und gegen die schwarze „Pest“ anzutreten.

 

Des Schneiders neue Klamotten

Die Qual der Wahl hat man schon anfangs beim Aussuchen des Gewands. Hier stehen einem zuerst begrenzte Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Als erstes Kostüm wähle ich Donald Duck und stürze mich in das kleine Fluch der Karibik Universum. Jedes kleine Universum ist in 3 Welten aufgeteilt, welche wiederum in 3 Abschnitte unterteilt sind. Kaum im Level angekommen wird man in einem kleinen aber feinen Tutorial, in die Steuerung der kleinen Wesen, die am Rande an Sackboy erinnern, eingewiesen. Leicht verwirrend bietet sich die Steuerung anfangs, doch mit ein wenig Übung können die kleinen Wesen einfach über den Bildschirm bewegt werden. Ziel ist es, jeweils am Ende der drei Abschnitte gefangen genommene Freunde aus den Fängen des Bösen zu befreien. Dies ist nicht all zu schwer zu erreichen, denn die Level sind sehr übersichtlich, was die Spieldauer angeht. Gemessen am Umfang des gesamten Spiels und dem Zielpublikum geht das voll in Ordnung. So läuft man wie in der LEGO Spielreihe, oder eben Little Big Planet, durch die Level und sieht sich das ganze Geschehen von der Seite an. So kommt man schnell dahinter, dass ein Weiterkommen im Spiel nur möglich ist, wenn man genügend Flaschenschiffe, Sterne und Mickey Münzen gesammelt hat. Mit den Gesammelten Münzen dürfen dann Level gekauft werden und zusätzliche Verkleidungen geordert werden. Sehr gut finde ich die Möglichkeit die Level nach Lust und Laune und nicht nach vorgegebener Reihenfolge zu spielen. Die dafür benötigten Mickey Münzen ( Coins ) erhält man durch das Zerschlagen von irgendwelchen Gegenständen oder durch das Besiegen der kleinen Gegner. Am Ende jedes Abschnittes, wartet dann auch so etwas wie ein Bossgegner auf euch. Man darf nicht vergessen, dass dies ein Familiengame ist, und als solches sollte man auch den etwas leicht geratenen Schwierigkeitsgrad akzeptieren. Das Spiel ist Spannend, aber niemals unfair. Sterben ist so gut wie unmöglich, denn ist der Lebensbalken schöpft erscheint man sofort wieder. Lediglich um ein paar Mickey Münzen wird das eigene Münzkonto erleichtert. Dies fällt aber kaum ins Gewicht da es sich lediglich um einen kleinen Betrag handelt. Wichtiger hingegen sind die Erfahrungspunkte die gesammelt werden. Mit diesen wird das Kostüm, mit diesem man gerade spielt, immer stärker. So fängt man mit einer Angel an auf Gegner loszugehen, nach der ersten Welt hält man dann schon ein Schiffssteuerrad in der Hand. Wird die Waffe stärker, werden natürlich auch die Gegner merklich schwieriger. Dies passiert aber alles in dem eng gesteckten Rahmen eines „Kinderspiels“

 

Sitzen Freunde, Bekannte oder sogar Fremde auf eurer Couch, brauchen diese nicht lange Stunden damit zubringen euch beim Spielen zuzusehen. Jedem schnell einen Controller in die Hand gegeben und schon geht’s zu viert los auf die Jagd nach Münzen, Ruhm, Ehre und den Bösewichten. Die Idee ist sehr lustig und kennen wir schon aus anderen Spielen, doch hier hat man das Gefühl Solo zu kämpfen. Die Belohnungen werden nicht geteilt, und so entsteht unwillkürlich ein Konkurrenzkampf, der nicht hätte sein müssen. Außerdem finde ich es nicht besonders förderlich, dass man sich gegenseitig ebenso verkloppen kann und eben auch „stirbt“, wie die schwarzen Gegner. So etwas sollten Kinder und Jugendliche nicht lernen. Nicht zu vergessen ist das wilde Gewusel und das nicht wirkliche Übersichtliche Spiel wenn 4 Spieler gleichzeitig über den Bildschirm prügeln.

 

Optisch sind die die Level allesamt sehr gut gelungen. Ich hätte mir für ein Vollpreistitel etwas mehr Details und Feinschliff gewünscht, aber es wirkt dennoch alle stimmig. Mit viel kreativer Energie, wurden die Themen Fluch der Karibik, Der König der Löwen, Monster AG, Alice im Wunderland und viele mehr umgesetzt und präsentiert. In jedem Thema finden sich Rätsel und knifflige Passagen, die aber nicht alle 4 Spieler benötigen um gelöst zu werden.Sie sind zwar fordernd aber niemals unfair oder unlösbar. Eine oder zwei Minuten nachdenken hilft schon um die Lösung zu sehen. Außerdem gibt es einen Helfermodus, der die kleinsten beim Lösen unterstützen soll.

Manchmal muss man einfach schmunzeln wenn man mit den Objekten der Welten interagiert und beispielsweise auf einem Schwein reitet und die Gegner mit Methangasangriffen in die Knie zwingt. Passend hierzu untermalt der Soundtrack auf unterhaltsame Weise und ist niemals aufdringlich. Störendes Kantenflimmern oder andere technische Mängel konnte Ich nicht feststellen. Doch leider viel das ein oder andere Mal die Kamera und die Steuerung negativ auf. Objekte waren im Weg, der Winkel stimmte nicht um irgendwo korrekt entlang zu balancieren. Überhaupt scheint es auszureichen, Hirnlos durch die Levels zu rennen und wild auf alles und jeden einzuprügeln. Ladezeiten spielen praktisch keine Rolle und bewegen sich im normalen Rahmen, lediglich bis das Hauptmenü nach Einlegen der Disc geladen ist, sollte man ein wenig Geduld aufbringen.

 

 

 

 

 

 


fybil